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Aufzüge am Bahnhof bald in Betrieb

Bahn: Noch zwei Wochen

Es soll etwas werden. Ganz bestimmt. Der Ahauser Bahnhof – und vor allem die Fußgängerüberführung – sind aus Sicht der Deutschen Bahn fertig. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollen die Bauzäune abgebaut und die Aufzüge freigegeben werden. Wirklich. Dann wäre der Ahauser Bahnhof fast komplett barrierefrei.

AHAUS

, 23.10.2016
Aufzüge am Bahnhof bald in Betrieb

Die Aufzüge der Fußgängerüberführung am Bahnhof sollen in den nächsten zwei Wochen in Betrieb gehen.

„Nach heutigem Stand rechnen wir mit einer Gesamtinbetriebnahme im Laufe der nächsten zwei Wochen“, erklärte ein Bahnsprecher auf Anfrage der Münsterland Zeitung am Freitag.

Erst im August hatte die Deutsche Bahn angegeben, dass das 2,6 Millionen Euro teure Brückenbauwerk Anfang Oktober wirklich und endgültig fertig sein sollte. Das wurde – wieder einmal – nichts. Nun also ein neuer und vermeintlich allerletzter Aufschub. Kleinere Anpassungen an einem Anschlusskabel seien dafür verantwortlich, erläuterte der Bahnsprecher weiter. Erst dann könne die Abnahme durch den TÜV erfolgen.

Firma hat Schuld

Die Schuld für die Verzögerung liege einzig und allein bei dem ausführenden Unternehmen, schildert der Bahnsprecher weiter. Allerdings: „Der Aufzug ist baulich fertiggestellt, sodass ein Wechsel des Unternehmens nicht zielführend wäre“, so der Sprecher weiter. Das Unternehmen Deutsche Bahn prüfe jedoch Regressansprüche gegen das ausführende Unternehmen. Auch an weiteren Verkehrsstationen der Bahn arbeite man mit der Firma zusammen. In der Regel habe das bisher auch gut funktioniert. Auch wenn sich Verzögerungen eben nie ganz vermeiden ließen. Auf den Kostenrahmen habe auch diese insgesamt zehnte Verspätung jedoch keinen Einfluss.

Pläne für Vorplatz

Während nun also die Bahn mit ihren Aufzügen weiter auf sich warten lässt, macht die Ahauser CDU-Fraktion in Sachen Bahnhofsvorplatz Druck. Zuletzt hatten die CDU-Politiker im Bauausschuss nach dem Stand der Dinge in Sachen Bahnhofsumfeld gefragt. Mit mäßigem Ergebnis: Walter Fleige vom Fachbereich Stadtplanung hatte zuletzt im Bauausschuss keinen neuen Stand hinsichtlich nächster Schritte oder gar eines möglichen Baubeginns verkünden können. Tatsächlich habe das Projekt nicht oben auf der Agenda im Rathaus gestanden (Münsterland Zeitung berichtete). Jetzt hat die CDU-Fraktion einen weitergehenden Antrag in den Rat gebracht: Die Planungen sollen im kommenden Jahr abgeschlossen werden. Sowohl das Erscheinungsbild als auch die Verkehrssicherheit rund um den Bahnhof ließen sehr zu wünschen übrig. Auch bleibe festzuhalten, dass in den vergangenen sechs Jahren nicht viel passiert sei. Der Rat tagt am 27. Oktober. Ob bis dahin die Aufzüge ihren offiziellen Dienst in Sachen Barrierefreiheit aufgenommen haben, bleibt abzuwarten.

Graffitis beseitigt

Zwischenzeitlich wurde jedenfalls auch die von Graffiti stark verunreinigte Brücke über die beiden Gleisstränge wieder gereinigt. Vom Gleis 2, das durch den Übergang erschlossen wird, fährt montags bis freitags täglich ein Zug. Damit hatte es das Bauprojekt bereits ins Schwarzbuch des Bundes der Deutschen Steuerzahler geschafft. Barrierefrei ist der Weg trtoz der Millionen-Investition auch in Zukunft nur bis vor den Zug: Der Bahnsteig ist zu niedrig – eine Erhöhung, wie an Gleis 1, wurde aus betriebswirtschaftlichen Gründen nicht vorgenommen. Dafür würden dort zu wenig Züge fahren. Die großen Abstände zwischen Bahnsteig und den Zügen hatten Gehbehinderte bereits kurz nach der Freigabe des neuen Bahnsteigs kritisiert. Die sei jedoch wegen der Bauart der Züge nicht kleiner zu halten, hatte die Bahn dazu erklärt.

 

  • Der Ahauser Bahnhof wird seit 2013 im Rahmen der Modernisierungsoffensive 2 der Deutschen Bahn umgebaut.
  • Die alte Unterführung wurde dafür zugeschüttet, der Bahnsteig von Gleis erhöht und mit Leitsteinen für Blinde versehen und die neue Überführung samt Aufzügen wurde aufgestellt. Die steht seit Anfang August 2014 und ist seit Mai 2015 für Fußgänger freigegeben.
  • Die Kosten von 2,6 Millionen Euro teilen sich Deutsche Bahn, Bund und Land.
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