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BI in Ahaus beteiligt sich indirekt an Initiative

Protest gegen Transporte

Die nächste Initiative gegen Atommülltransporte hat sich gegründet: Initiativen und Gruppen aus Nordrhein-Westfalen und ganz Deutschland wollen den Protest gegen den geplanten Export der Castoren in die USA bekämpfen. Die Ahauser Bürgerinitiative ist auch beteiligt. Allerdings nur indirekt.

AHAUS

, 12.11.2014

In einer Woche tagt der Aufsichtsrat des Forschungszentrums in Jülich und soll über den weiteren Umgang mit den Jülicher Castoren entscheiden. Das neue Bündnis will dort dann gegen den geplanten Export der ausgedienten Brennelemente in die USA demonstrieren. Dieser Gruppe gehören unter anderem Atomkraftgegner aus Köln, vom Niederrhein, die Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad, der Bund Nordrhein-Westfalen, die Gruppe Sofortiger Atomausstieg aus Münster an. Die Ahauser Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus“ ist kein direktes Mitglied. Die Ahauser Atomkraftgegner sind lediglich über den Verbund „Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen“ an der neuen Gruppe beteiligt. Das reiche aus.

„Ahaus ist selbstverständlich mit im Boot“, sagt Felix Ruwe, Sprecher der BI in Ahaus. Eben über die Mitgliedschaft im Aktionsbündnis. Doch auch wenn die Ahauser Initiative in der neuen Gruppe nur eine untergeordnete Rolle spielt, betont Ruwe die Bedeutung des neuen Bündnisses. So seien einige neue Initiativen in den Protest mit eingebunden worden. Die Zusammenarbeit habe so gestärkt werden können. Zu den Erfolgsaussichten des Protestes in Jülich sagte er allerdings nichts. Allerdings bekräftigt er noch einmal die Bedeutung des Protestes. So lange nicht die endgültige Lagerung des Atommülls in Deutschland geklärt sei, dürfe erst einmal überhaupt kein Transport des Materials aus Jülich oder Ahaus stattfinden. Schon gar nicht dürfe er exportiert werden. „Das Gesetz sieht vor, dass Atommüll, der in Deutschland produziert wurde, auch in Deutschland endgültig gelagert werden muss“, sagt Ruwe.

Aber auch über die Ablehnung des Transportes hinaus, hat er weitere Forderungen, die er erfüllt sehen will: „Die in Ahaus gelagerten Kugeln sind hochradioaktiv. Da ist noch jede Menge Musik drin“, sagt er. Bevor auch nur eine dieser Kugeln endgültig gelagert werde, müsse das Material erst abgereichert werden. Nur zusammen mit dem Atommüll aus dem Lager in Ahaus lohne sich der Transport überhaupt. „Deswegen wird jetzt auf Biegen und Brechen den Transport zu erlauben“, sagt Ruwe. Der Protest gegen die Atommülllager in Ahaus und den Export des strahlenden Mülls in die USA soll am kommenden Sonntag wieder mit einem Sonntagsspaziergang der Bürgerinitiative bekräftigt werden.

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