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Bildungszentrum will Integration fördern

Eröffung an der Ridderstraße

Türkische Identität und Integration in die deutsche Gesellschaft müssen kein Widerspruch sein. Das ist der leitende Gedanke des neuen Bildungs- und Integrationszentrums (BIZ) an der Ridderstraße, das am Wochenende mit einem bunten Fest an eröffnet wurde.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 03.06.2012
Bildungszentrum will Integration fördern

Der stellvertretende Bürgermeister Reinhard Horst, Hasim Kücükaydin, Generalkonsul Nafi Cemal Tosyali, Mehmet Yamac und Mehmet Hakan Alkan (von links)

So begann die offizielle Feier unter türkischen, europäischen und deutschen Fahnen sowohl mit einer Koran-Rezitation wie auch mit dem Absingen der türkischen und deutschen Nationalhymne – und einem Bekenntnis zur Transparenz und zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland. Das nötigte dem stellvertretenden Bürgermeister Reinhard Horst Respekt ab: „Wenn sich doch alle so klar bekennen würden. Ein Anpassen um jeden Preis ist nicht nötig, wohl aber eine klare Einbindung in die Grundordnung und Werte unserer Gesellschaft.“ Horst bescheinigte dem BIZ „große Aufgaben und Ziele“ die sicher nicht leicht zu erreichen seien. Der BIZ-Vorsitzende Hasim Kücükaydin nannte es als wichtigstes Ziel, Jugendliche schulisch zu fördern und ihnen zu helfen, qualifizierte Berufsausbildungen zu erreichen. Er betonte: „Unsere Angebote kann jeder nutzen, unabhängig von Religion und Nationalität.“ Den Wert der schulischen Bildung hoben auch weitere Redner des Verbandes der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) aus Gelsenkirchen, Köln und München hervor. Das BIZ hat sich diesem Dachverband angeschlossen. In dem Gebäude an der Ridderstraße, in dem früher die Kindertagesstätte Regenbogenland untergebracht war, sind auch Räumlichkeiten für Jugendarbeit und Religionsunterricht, den der Mehmet Hakan Alkan ehrenamtlich abhalten wird, ein Gebetsraum und Räume für Feste vorhanden. 

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