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Burgschüler nehmen eigene Weihnachts-CD auf

Projekt Minimusiker

Im Probenraum des Feuerwehrmusikzugs ist es so leise, dass man eine Stecknadel fallen hören könnte. Gespannt wartet die Klasse 1c auf das Zeichen. Till Backhaus hebt die Hand, drückt auf den Aufnahmeknopf und die 21 Jungen und Mädchen schmettern los.

OTTENSTEIN

, 05.11.2014

Die kleinen Sänger steuern unter anderem das Lied „Wisst ihr, was die Frösche am Weihnachtsabend machen?“ zuder Weihnachts-CD bei, auf der die gesamte Burgschule zu hören sein wird. Zehn Klassen und die Offene Ganztagsschule sind an der Produktion beteiligt. Sogar das Lehrerkollegium hat zwei Weihnachtslieder eingeübt. Beim Einsingen sind die Pädagogen mindestens so aufgeregt wie ihre Schüler. Das mobile Tonstudio haben die „Minimusiker“ Lars Lütke-Lefert und Till Backhaus mitgebracht. „Wir kommen ursprünglich aus Münster, und fahren hier durchs ganze Münsterland. Und in Kindergärten und Grundschulen machen wir mit den Kindern Musik. Das ist immer sehr cool“, verrät Backhaus, der seine Gitarre mitgebracht hat. Am Keyboard unterstützt werden die Musikpädagogen von Musiklehrer Bernd Sikora, der auch schon die Vorbereitungen begleitet hat.

„Wir haben nach den Herbstferien angefangen. Denn im September kannst du nicht anfangen, die ‚Weihnachtsbäckerei‘ zu üben“, sagt Sikora. Die Begeisterung der Kinder für das Projekt kennt keine Grenzen. Als der Chor der Klasse 1b bei der Weihnachtsbäckerei einen kleinen Texthänger hat, dürfen die Schüler noch einmal von vorne anfangen. „Dass wir gerade ein bisschen getrickst haben, fällt hinterher gar nicht auf. Denn das kommt in ein Tonstudio und wird dort bearbeitet“, trötstet Backhaus die kleinen Sänger. Die Minimusiker nehmen sich viel Zeit, um den Kindern die Technik zu erklären. „Wer weiß, wofür wir die beiden Mikrofone brauchen?“ fragt Lars Lütke-Lefert. „Die brauchen wir zum laut sein!“ ruft ein Junge. Und ein anderer ergänzt: „Ich glaube, die Musik wird auf CD gebrannt. Mein Papa kann das auch!“

Ganz so einfach sei es dann doch nicht, erklärt der Musikpädagoge. Nach dem Mischen im Tonstudio wird die Aufnahme auf CDs gepresst. Pünktlich zu Weihnachten werden die selbst gemachten Weihnachtsalben dann unter vielen Christbäumen in Ottenstein liegen. „Das ist da Schöne, dass nicht alles gleich klingt, sondern dass die Kinder sich immer wiedererkennen“, so Lars Lütke-Lefert. Am Ende der Aufnahme sind die Profis voll des Lobes für die kleinen Künstler, die sich extra viel Mühe gegeben haben. Ein Mädchen fasst den Projekttag mit ganz einfachen Worten zusammen: „Das war lustig!“ sagt sie.

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