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Die Werkstätten Haus Hall laden ein

Leistungsstarker Partner

Am Sonntag öffnen die Werkstätten Haus Hall in der Industriestraße ihre Türen. Besucher können von 14 bis 18 Uhr die laufende Produktion in den Werkhallen mit verfolgen. Die Einrichtung zeigt ihren 2011 eingeweihten Anbau und präsentiert sich am Informationsstand.

AHAUS

von Von Simon Sax

, 29.06.2012
Die Werkstätten Haus Hall laden ein

Eine Beschäftigte in den Werkstätten Haus Hall füllt Hundefutter in eine Packung - mit Hilfe einer Ampel.

In der hellen Produktionshalle der Werkstätten Haus Hall herrscht rege Betriebsamkeit. Im hinteren Teil fertigen Beschäftigte mit Behinderung Handtuchhalter und Unfallschutze für Maishäcksler. Im vorderen Teil der Halle verpacken andere Hundefutter. Die Maschinen machen dumpfe Geräusche, dazwischen das Lachen der Beschäftigten. In den Werkstätten Haus Hall in Ahaus arbeiten 178 Menschen mit Behinderungen. Die Einrichtung ist in drei Bereiche unterteilt: für Menschen mit psychischen, geistigen und schwerst-mehrfach Behinderungen. Darum bekomme jeder Beschäftigte einen Arbeitsplatz, der auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sei, erklärt Manfred Kerkering. Er ist der Leiter der Ahauser Werkstätten. So arbeiten die Beschäftigten bei dem Abfüllen des Hundefutters nicht mit herkömmlichen Waagen, sondern mit Ampeln. Die springen von Rot auf Grün, wenn genügend Futter in der Packung ist. Für den Bau dieser Maschinen hat Haus Hall eine eigene Abteilung. Die individuell angepassten Arbeitsplätze und -abläufe können Besucher am Sonntag am Tag der offenen Tür erleben.  

„Eine Firma aus der Nachbarschaft war positiv von der leistungsstarken Arbeit unserer Beschäftigten überrascht“, berichtet Manfred Kerkering. Die Werkstätten sind nämlich Dienstleister, die Aufträge von Unternehmen aus der Industrie annehmen. Das Hundefutter verpacken die Beschäftigten für einen namhaften Tiernahrungshersteller und die Handtuchhalter bauen sie für einen Produzenten aus dem Sauerland. „Jeder Unfallschutz für Maishäcksler weltweit kommt aus unseren Werkstätten“, erzählt Kerkering. Aber sie produzieren nicht nur, die Werkstätten recyceln auch. Jede Woche erhalten sie 38 Paletten, voll mit alten Wasseruhren. In Ahaus sortieren die Beschäftigten die verschiedenen Modelle und entfernen elektrische Teile. Den Rest verarbeiten Beschäftigte bei Haus Hall in Gescher.

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