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Einsatz fürs Wohlbefinden - mit Überstunden

Schwimmmeister

AHAUS Die Brandung rauscht. Die Sonne lacht. Erwachsene rekeln sich auf den Liegen am Pool und Kinder sausen die rote Wasserrutsche hinab: Ein perfekter Ferientag für hunderte von Besuchern im Aquahaus – aber auch für Franz-Josef Bülter und sein Team.

von Von Sylvia Lüttich-Gür

, 14.08.2010
Einsatz fürs Wohlbefinden - mit Überstunden

Anouk und Richelle aus Enschede genießen in Ahaus das Wasser und die Sonner - und mancher andere Badegast genießt den Anblick der beiden Badenixen.

Kein Wort davon, dass alle gerade jede Menge Überstunden vor sich her schieben und Urlaubssperre haben: „Im Sommer ist das eben so im Bäderbetrieb.“ „Unser Ziel ist es, dass die Gäste den Aufenthalt bei uns aus vollen Zügen genießen“, sagt Bülter und blinzelt in die Sonne. An diesem Donnerstag meint es das Wetter gut – mit den Sonnenanbetern und mit dem Kombibad. Zwar sind es nicht 4000 Besucher wie am diesjährigen Spitzentag Anfang Juli, aber doch deutlich mehr als am verregneten Vortag.

Maja Tillmann steht am Schalter. „Drei Mal“, sagt sie. Töchterchen Mia (5) und deren Freundin Paula (6) können es kaum erwarten, durch das metallene Drehkreuz in Richtung Planschbecken zu stürmen. „Wir sind schon Stammgäste“, sagt die junge Frau aus Epe, während sie das Wechselgeld einsteckt. Draußen in die Wellen springen, im Erlebnisbereich toben und innen in den neuen Becken aufwärmen – „das ist einfach toll.“ Bäderleiter Bülter hört das Lob gerne – nicht das einzige, das er und seine 14 festangestellten Mitarbeiter, 16 Aushilfen mit DLRG-Leistungsschein in Silber (mindestens) und die 15 Kiosk-Mitarbeiter hören seit der Eröffnung des Kombibads 2009. . „Viele freuen sich über den Ausbau“, sagt Bülter. Und auch er selbst weine dem alten Hallenbad keine Träne nach. „Es hatte seine Zeit, aber die war vorbei.“

Vorbei ist auch die Geduld eines sommersprossigen Jungen. Anstatt sich weiter von seiner Mutter dick mit Sonnencreme einreiben zu lassen, stürzt er sich weiß glänzend in die Wellen – vor den Augen von Bäderleiter Bülter und Klaus Gerick, der die Aufsicht am Becken führt und jede Bewegung im und am Becken registriert. Keiner von beiden macht eine Bemerkung. „Klar, wünschen wir uns, dass sich jeder erst abduscht, aber daran halten sich nur wenige.“ Und die Zeiten, als ein Schwimmmeister als Halbgott in Weiß noch das Badevolk maßregelte, ist längst vorbei. Genauso wie der Badekappenzwang. „Zum Glück“, meint Bülter, „Schließlich sollen sich unsere Gäste wohlfühlen“ – wie an einem perfekten Urlaubstag.  

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