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Flut belastet Haushalt

Fragen zu Hochwasserfolgen

AHAUS Die Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser schreiten zügig voran. Doch einige Schäden werden auch nach Abfuhr des Sperrgutes aus den überfluteten Kellern noch für einige Zeit bleiben – und sicher auch Fragen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes.

von Von Stefan Grothues

, 30.08.2010
Flut belastet Haushalt

Reiner Weidekemper und Gregor Ellerkamp (v.l.) vom Landesbtrieb Straßen.NRW begutachten den Schaden an der Heeker Straße. Wann er behoben sein wird, ist noch unklar.

Können die Schäden an städtischen Gebäuden und Straßen schon beziffert werden? „Nein, noch nicht. Es steht aber jetzt schon fest, dass der städtische Haushalt erheblich belastet wird“, sagt Kämmerer Hans-Georg Althoff. Die Entsorgung des Sperrmülls, die Beseitigung von Unterspülungen, Schäden in Schulen oder anderen städtischen Gebäuden bedeuten erhebliche Kosten für die Stadt.“

Gibt es einen Extratermin für die Sperrmüllabfuhr?Ja. Die Stadt Ahaus weist darauf hin, dass in dieser Woche für die vom Hochwasser betroffenen Ahauser der Wertstoffhof bei der Firma Stenau bis einschließlich Samstag jeweils von 8 bis 18 Uhr geöffnet ist. Sperrgut, das aufgrund des Hochwassers entsorgt werden muss, kann kostenfrei abgegeben werden. Darüber hinaus wird am Samstag für die vom Hochwasser Betroffenen eine Sperrgutabfuhr durchgeführt werden.

Wie lange wird es nach dem Einsturz der Moorbachbrücke dauern, bis die Heeker Straße (alte B 70) wieder befahrbar ist? Das sei noch gar nicht absehbar, erklärten gestern Reiner Weidekemper und Gregror Ellerkamp vom Landesbtrieb Straßen.NRW bei der bei der Begutachtung des Schadens. Der ältere, gemauerte Teil der Brücke ist eingestürzt und muss komplett erneuert werden. Jetzt muss geprüft werden, ob die andere Hälfte, die auf eine Betonkonstruktion beruht, vorübergehend per Ampelregelung in beide Fahrtrichtungen genutzt werden kann.

  Wann kann der unterspülte Radweg an der Nordtangente wieder gefahrlos befahren werden?Ab Ende nächster Woche, hofft Franz Thebelt vom Fachbereich Tiefbau, der gestern beim einem Ortstermin mit Bauunternehmer Heinz Albers die Schäden begutachtete. An der Brücke über die Eisenbahnlinie hatten das Regenwasser die noch junge Böschung so stark unterspült, dass der Asphalt teilweise herausbrach.

Hat es eigentlich schon einmal so ein Hochwasser in Ahaus gegeben? Ja, mehrmals. Heimatforscher Rudolf Hegemann erinnert sich an zwei vergleichbare Überschwemmungen: Im Februar 1946 und 1964/65 seien viele Straßen überflutet gewesen. „Das Wasser stand ähnlich hoch wie jetzt“. 1946 hätten viele Kriegstrümmer in der Aa Wasser aufgestaut. Die Schäden seien in früheren Zeiten aber nicht so groß gewesen, da es mehr unbebaute natürliche Überschwemmungsflächen gegeben habe.

Muss der Hochwasserschutz verbessert werden – durch andere Kanalgrößen, durch eine leistungsfähigere Umflut oder durch zusätzliche Überschwemmungsflächen? „160 Millimeter Niederschlag sind ein Jahrhundertereignis und höhere Gewalt, gegen die wir uns letztlich nicht hundertprozentig schützen können“, meint der Erste Beigeordnete Hans-Georg Althoff. „Wir werden uns aber sicher weiter mit dem Thema auseinandersetzen müssen. Es ist aber zu früh, um jetzt konkrete Aussagen machen zu können.

  

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