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Hier lagert bald wieder das Trinkwasser für einen Tag

Speichersanierung abgeschlossen

AHAUS Ein Trinkwasserspeicher für Ahaus, der in Unterortwick steht, geht bald wieder ans Netz. Er fasst drei Millionen Liter Wasser und ist jetzt frisch saniert worden. Wir waren drin, bevor die zweite der zwei Kammern geflutet wurde.

von Von Stefan Grothues

, 03.08.2010

Weil drinnen der Hall zu stark ist, sprachen wir draußen mit Johannes Stentrup, Technischer Leiter der Stadtwerke. 1974 wurde der Wasserspeicher erbaut. Bis 2008 war das 3000-Kubikmeter-Reservoir das einzige in Unterortwick.

Erst nach dem Bau des neuen, 3,2 Millionen Euro teuren und 5000 Kubikmeter fassenden Speichers in den Jahren 2007 und 2008 konnte der 38 Jahre alte Behälter jetzt vom Netz genommen und einer aufwändigen Betonsanierung unterzogen werden: 3100 Quadratmeter mussten abgefräst und mit einer neuen, 20 Millimeter dicken Schicht aus Spezialbeton versehen werden, die in einem dritten Arbeitsschritt spiegelglatt geschliffen wurde. Drei Monate dauerten diese extrem staubigen Arbeiten. Kostenpunkt: 720.000 Euro. Nach einer Druckprobe und einer abschließenden Desinfektion mit Wasserstoffperoxid kann der alte Speicher in der übernächsten Woche neu in Betrieb genommen werden.

Dann stehen dem Wasserwerk mit dem alten und dem neuen Zwei-Kammer-Behälter insgesamt 8000 Kubikmeter Speicherkapazität zur Verfügung. Mit anderen Worten: Acht Millionen Liter Trinkwasser werden hier ständig bevorratet, acht Mal soviel wie das Wellenbecken des Freibades fasst. Das klingt gewaltig, reicht aber nicht einmal für einen einzigen heißen Sommertag. Selbst an kühleren Tagen verbrauchen die Ahauser 5000 bis 6000 Kubikmeter Wasser. Im Jahresschnitt verbraucht jeder Ahauser Tag für Tag 125 Liter Wasser. Angesichts des großen finanziellen Aufwands stellt sich die Frage nach dem Wasserpreis. "Eine Erhöhung ist aktuell nicht abzusehen ", erklärt Johannes Stentrup. Irgendwann aber würden sich die Investitionen aber auch im Wasserpreis niederschlagen müssen. Derzeit, so rechnet Stentrup vor, zahlt ein Ahauser fürs Duschen, Kaffeekochen, Wäschewaschen 21 Cent pro Tag - "125 Liter Trinkwasser sind damit preiswerter als ein trockenes Brötchen".

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