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Kita Regenbogenland leistete Pionierarbeit

Jetzt offiziell eröffnet

Die einen wedelten mit bunten Tüchern, trommelten und sangen fröhlich das Regenbogenlied, die anderen trugen dunkle Anzüge und hielten ernste Reden. Ausdrücken wollten alle das Gleiche: In der am Freitagnachmittag offiziell eröffneten BBS-Kindertagesstätte Regenbogenland können sich die Kinder wohlfühlen.

AHAUS

von von Stefan Grothues

, 01.06.2012

„Sie haben hier eine Vorzeige-Kita, auf die Sie zurecht stolz sein können“, erklärte Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe nachdem Kita-Leiterin Ruth Patel die Gäste durch die neuen Räumlichkeiten an der Straße „Zum Riddebrocks Busch geführt hatte. Dass mit Brauksiepe und den Bundestagsabgeordneten Jens Spahn und Ingrid Arnd-Brauer gleich drei Gäste aus Berlin und zudem Landrat Dr. Kai Zwicker und Bürgermeister Felix Büter an der Kindergarteneröffnung teilnahmen weist auf die Besonderheit der Kindertagesstätte hin. 1992 wurde sie von der Berufsbildungsstätte Westmünsterland (BBS) im alten Kreishaus gegründet, um Berufsrückkehrerinnen mit Kindern die Teilnahme an Bildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu ermöglichen. Viele Jahre war die Kindertagesstätte in einem Provisorium an der Ridderstraße zuhause. Mit ihrem Neubau ist sie nun auch räumlich nahe an die BBS herangerückt. Ein Team aus zehn Erzieherinnen und einem Erzieher betreut 33 Kinder, darunter 11, die jünger als drei Jahre sind. Seit vier Jahren ist das Regenbogenland ein Regelkindergarten, der nicht nur Kindern von BBS-Lehrgangsteilnehmern offensteht. BBS-Geschäftsführer Bernhard Könning erinnerte daran, dass das Regenbogenland in mehrfacher Hinsicht Neuland betreten habe – „gegen viele Widerstände“. Inzwischen habe sie sich aber mit ihren flexiblen von 7 bis 19 Uhr – und das auch in den Ferien – sowie der Betreuung von schulpflichtigen Kindern längst etabliert und Maßstäbe in Ahaus gesetzt. Könning: „Wir haben Pionierarbeit geleistet, die es Vätern und Müttern erlaubt, Beruf und Familie besser zu vereinbaren.“

Landrat Dr. Kai Zwicker lobte das Zusammenwirken von Bund, Land, Kreis und Stadt, dass diese Erfolgsgeschichte ermöglicht habe. Zugleich hob er die Bedeutung der frühkindlichen Bildung auf der einen Seite sowie die Qualifizierungsmöglichkeiten für die Eltern auf der anderen Seite hervor. Diese berufliche Qualifizierung sei auch und gerade in Zeiten der sinkenden Arbeitslosigkeit notwendig, betonte Brauksiepe, der die Grüße von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen überbrachte. Denn: „Facharbeitermangel ist die Kehrseite der Vollbeschäftigung.“ Bürgermeister Felix Büter freute sich, dass neben den kirchlichen und kommunalen Trägern sich auch die BBS in der Kinderbetreuung engagiere. Und er richtete den Blick in die Zukunft: „Der Druck, weitere Plätze in der U3-Betreuung zu schaffen wächst. Wir stehen vor einer großen Herausforderung.“

Mit je 200 000 Euro haben der Kreis Borken und das Land den Bau der Kita Regenbogenland unterstützt. Die Stadt Ahaus beteiligte sich mit 150 000 Euro und stellte das Grundstück zur Verfügung.

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