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Köstlicher Austausch

Ahaus Vom Reibeplätzchen bis zum koscheren Fleisch - ein besonderer kultureller Austausch im Zeichen von kulinarischen Köstlichkeiten stand beim israelisch-westfälischen Abend im Jugendheim St. Josef im Mittelpunkt

07.08.2008

Köstlicher Austausch

<p>Auch Zeit zur Landeskunde blieb: Austausch-Leiterin Ricarda Korthues, Josef Korthues mit 3D-Brille und israelische Gäste (v. l.) mit einem Bildband über Israel. MLZ-Fotos Meisel-Kemper</p>

Dort trafen sich die israelischen Gäste aus Shoham (Münsterland-Zeitung berichtete) mit ihren Gastgebern und weiteren Israel-Fans. Die rührige Seniorengruppe der Gemeinde unter Leitung von Bernhard Büter und Bernhard Heying bekochte die Gäste, die ihrerseits Spezialitäten aus der israelischen Küche kredenzten - auf den Tellern eine bunte Mischung von Reibeplätzchen auf Schwarzbrot mit Apfelmus neben koscher gerilltem Fleisch.

Geplauder in Englisch

Munteres Geplauder in Englisch klang von den Tischen der deutschen und israelischen Jugendlichen, während am Nachbartisch die Erwachsenen ihre Erfahrungen austauschten. Alfred Kruft, Birgit und Paul Levi sind Gastgeber israelischer Gäste seit Beginn des Austausches vor vier Jahren. "Alle sind vorbildliche Vertreter ihres Landes", schwärmte Birgit Levi. Ihr jüngster Sohn Benedikt wird im September nach Israel fliegen, während sie bereits mehrfach das Land bereist hat.

Hans Lassak war gekommen, weil er gern mit seiner Frau nach Israel reisen möchte. Beide haben keine Angst vor eventuellen Anschlägen. "Die Eltern der Gäste haben viel mehr Angst, ihre Kinder nach Deutschland zu schicken, weil hier nicht so stark kontrolliert wird", ergänzt Birgit Levi. Alfred Kruft sieht es noch anders: "Bei bisherigen Besuchen sorgte immer ein Polizist für die Sicherheit der Gäste, während öffentliche Berichte wohl aus Sicherheitsgründen erst nach ihrer Abreise erfolgten."

Organisatorin Ricarda Korthues (Verein zur Förderung der Jugend- und Familienarbeit St. Josef) zog mit Liat Shahak, einer der Leiterinnen, die erste Bilanz dieses Besuchs. Dazu gehörte ein Rundgang mit Historikerin Ingeborg Höting zu den jüdischen Wurzeln in Ahaus.

Schockerlebnis

"Die Gäste waren schockiert von der Ungepflegtheit des Gedenksteins auf dem Sümmermannplatz und des Umfelds am jüdischen Friedhof. Das Interesse an Gedenken und Erinnern in Deutschland war in dieser Gruppe besonders groß", so das Resümee von Korthues. emk

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