Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Konrad Kochs Regelwerk im Altpapier entdeckt

Ur-Fußballregeln

OTTENSTEIN Seit 38 Jahren gilt die Leidenschaft von Jürgen Preuße dem Fußball: zuerst in seinem Geburtsort Eisleben (Sachsen-Anhalt), dann in Euskirchen und schließlich in Ottenstein, wo er auch jetzt noch in der Alt-Liga des FCO aktiv ist. Und in seinem Schrank verbirgt er einen kleinen Schatz, den er uns jetzt gezeigt hat.

von Von Manfred Elfering

, 05.08.2010
Konrad Kochs Regelwerk im Altpapier entdeckt

Konrad Koch

In unserer Zeitung hatte er von der Verfilmung des Lebenswerks des Braunschweiger Fußball-Lehrers Konrad Koch mit Daniel Brühl in der Hauptrolle gelesen und sich an etwas erinnert, das er bereits seit etlichen Jahren hütet. „Da dachte ich mir, hol‘ es doch mal wieder hervor und zeig‘ es, vielleicht ist es ja interessant…“ Und ob: Was Preuße präsentierte, ist eine kleine Fibel mit der nur für Kenner vielsagenden Aufschrift „Fußball“ und „Koch“. Es enthält die „Regeln des Fußball-Vereins der mittleren Klassen“, zusammengestellt von einem gewissen Dr. phil. K. Koch, erschienen 1878 in Braunschweig, der Wiege des deutschen Fußballsports – sicher kein Original, sondern eine Replik, aber doch beträchtlichen Alters, denn das Regelwerk ist im Inneren mit etlichen, per Hand hinzugefügten Erläuterungen in altdeutscher Schrift versehen.

Wie Preuße an das gute Stück kam? Per Zufall, als er in den 1990er Jahren für einen Entsorger in Bonn tätig war: „Da lag das Büchlein bei einer Altpapiersammlung einfach an der Straße.“ Er nahm es an sich und bewahrt es seitdem auf. Sich der möglichen Bedeutung seines Funds bewusst, hatte er sich damals auch an den Deutschen Fußballbund gewendet: „Doch die haben mir entweder nicht geglaubt, oder es nicht so wichtig genommen. Von denen habe ich jedenfalls nie wieder etwas gehört…“

Lesen Sie jetzt