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Moderne Pfadfinder unterwegs

Region wird dokumentiert

Die Region mit dem Rad oder zu Fuß erkunden, dabei mit Satellitenhilfe ausgestattet die Umgebung dokumentieren – dazu gibt die Ahaus Marketing & Touristik GmbH (AMT) im Rahmen des Leader-Projekts „Kulturlandschaft via GPS entdecken – track and bike“ nun den Startschuss.

AHAUS/HEEK/LEGDEN

06.06.2012
Moderne Pfadfinder unterwegs

Mit GPS an Bord Routen finden und für andere Nutzer dokumentieren ist das Ziel.

Touristen, Gäste, Einwohner: Jeder, der möchte, hat ab sofort die Möglichkeit, mit Hilfe von GPS-Geräten die Region zu entdecken und gleichzeitig „festzuhalten“. Die Idee: Die Bürger sollen selbstständig alle vorstellbaren Routen dokumentieren und Flächeninformationen der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden sowie deren Umgebung sammeln und in einem Internetportal hinterlegen. Die Routen werden damit für jedermann zugänglich.

„Neben der damit verbundenen aktuellen Überprüfung der Routen und Flächen wollen wir mit diesem Projekt in jedem Fall auch die Informationsdichte unserer Region auf der freien Weltkarte Open-Street-Map verbessern“, erklärt Sebastian Schürmann, Geschäftsführer von AMT. „Am Ende hat jeder die Möglichkeit, eine umfassende, digitale, aktuelle und für alle frei verfügbare Karte der Kulturlandschaft Ahaus-Heek-Legden sowie deren Umgebung für eigene Belange zu nutzen, die wir sonst in einem solchen Umfang nicht erschaffen könnten.“ Entstanden ist das Projekt beim Verkehrsverein Ahaus (heute Ahaus e.V. – Verein für Tourismus und Wirtschaft). „Es war schnell klar, dass wir im Bereich von GPS etwas Neues auf die Beine stellen wollten“, so Wolfgang Niehues, Vorsitzender von Ahaus e.V.. „Allerdings wollten wir ein solches Projekt nicht nur lokal, sondern vielmehr überregional starten.“ So habe der Verein die Idee in Zusammenarbeit mit AMT weiterentwickelt und kräftige Partner zur Projektunterstützung ins Boot holen können: das EU-Förderprogramm „Leader“, die Stadt Ahaus, die Gemeinden Heek und Legden sowie die Stiftung der Sparkasse Westmünsterland für den Kreis Borken. D as Internetportal Open-Street-Map bildet die Basis des Projekts – eine freie Weltkarte, die nach dem Prinzip des Online-Lexikons Wikipedia arbeitet. Jeder kann Daten auf der dort hinterlegten Kartengrundlage einfügen, bearbeiten und auch nutzen.

Das Sammeln zusätzlicher Attribute und Informationen – zum Beispiel Wegebeschaffenheiten, Sehenswürdigkeiten, Straßen, gastronomische Angebote, Schleichwege, Häuserbestand oder auch Hausnummern – und deren Einpflegen in die digitale Kartenwelt soll zur Attraktivitätssteigerung der jeweiligen Region beitragen. „Vergleicht man die Informationsdichte auf Open-Street-Map unserer Region mit der von größeren Städten wie Berlin, so wird deutlich, dass es für uns noch einiges an Arbeit gibt“, sagt Stefanie Terbeck, Projektkoordinatorin bei AMT. „Die weißen Flecken unserer Region müssen weg, denn je mehr Informationen wir hinterlegen, desto komfortabler wird es für jeden einzelnen, die nächste Rad- oder Wandertour zu unternehmen oder sich mit Hilfe seines GPS-Geräts zu einem bestimmten Punkt schnell und sicher hinführen zu lassen“, so Terbeck. Viele Bürger der Region, aber auch Touristen sind bereits mit eigenen GPS-Geräten auf den heimischen Wegen unterwegs, zeichnen ihre eigenen Routen auf oder fahren und wandern bereits vorgefertigte Wege ab und pflegen Flächeninformationen im Internet ein. Bisher allerdings jeder für sich und oftmals ohne Angabe von Zusatzinformationen.  Und genau an dieser Stelle setzt unsere Arbeit an: Wir möchten das Wissen dieser Leute bündeln und nach bestimmten, einheitlichen Qualitätskriterien bearbeiten sowie viele freiwillige Mitstreiter gewinnen, die uns bei dieser Mammutaufgabe unterstützen“, fasst AMT-Geschäftsführer Sebastian Schürmann zusammen. Was das Projekt so besonders macht? Schürmann: „Das Innovative daran zeigt sich vor allem darin, dass sich eine Region eine solche Aufgabe einschließlich Koordination, Information, Schulungen, Hilfestellung und Kümmern selbst auf die Fahnen schreibt.“ Der AMT-Geschäftsführer macht aber deutlich: „Alleine würden wir nicht ans Ziel kommen. Daher werden wir im Rahmen des Projekts für alle, die aktiv und nachhaltig mitarbeiten möchten, eine Schulung zum Thema GPS und Open-Street-Map anbieten.“

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