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Mut für die Fragen der Zeit

Ahaus Viele strahlende Gesichter, großer Applaus und ein sonniger Empfang: "Wir sind froh, dassDu endlich bei uns bist", so brachte Pfarrverwalter Werner Wiching es auf den Punkt. Die Gemeinde St. Mariä-Himmelfahrt hat gestern ihren neuen Pfarrer Heinrich Plaßmann begrüßt.

24.08.2008

Mut für die Fragen der Zeit

<p>Empfang im Pfarrgarten: Hier begrüßen Messdienerinnen aus dem Pfarrbezirk Graes Pfarrer Heinrich Plaßmann. MLZ-Fotos (7) Grothues</p>

In einem festlichen Gottesdienst mit zahlreichen Fahnenabordnungen in der übervollen Pfarrkirche brandete mehrmals spontan Beifall für den neuen Pfarrer auf. So auch nach der Predigt, in der Plaßmann seine neue Gemeinde dazu aufrief, keine Angst vor den Fragen der Zeit zu haben. "Wir müssen den Mut haben, auch uns als Kirche in Frage zu stellen", so der 43-Jährige. Mitunter gebe auch die Kirche nur sehr unbestimmte Antworten. Aber, so mahnte Plaßmann, müsse sie sich vor "leeren Worthülsen und hohlem Geschwätz" hüten. Unter Bezug auf die jüngste Abberufung eines Dekans, der in Wetzlar ein homosexuelles Paar gesegnet hatte, warf Plaßmann die Frage auf, wie "angemessene Seelsorge" für diese Gruppe oder für wiederverheiratete Paare aussehen könne. Sicher sei, dass es kein "Elitechristentum" geben dürfe. Plaßmann: "Letztlich müssen wir den Menschen den liebevollen Gott näher bringen, der ein offenes Herz für alle hat." Nach der Messe zeigte sich der Pfarrgemeinderatsvorsitzende Georg Dües davon überzeugt, dass der neue Pfarrer "der richtige Mann am richtigen Platz" sei. Er freue sich auf die bevorstehende Teamarbeit. Willy Bartkowski, Pfarrer der evangelischen Christusgemeinde beglückwünschte die Mariengemeinde zu ihrem neuen "ganz tollen" Pfarrer: "Das war wirklich überzeugend. Herzlich willkommen an Bord des gemeinsamen Schiffes. Wenn es ernst wird und ums Ganze geht, dann gibt es nur noch Seelsorge." Bürgermeister Felix Büter erinnerte in seinem Grußwort daran, dass Religion nicht nur Privatsache sei, sondern auch in der Öffentlichkeit wirke. "Die lebende und aktive Gemeinde ist auch für die politische Gemeinde unverzichtbar."

Messdiener aus allen drei Pfarrbezirken zogen dann ihrem neuen Pfarrer in einer Kutsche bis zum festlichen geschmückten Pfarrhaus. Den Empfang im Pfarrgarten nutzen viele Gemeindemitglieder, ihrem neuen Pfarrer die Hand zu schütteln und ein erstes Wort mit ihm zu wechseln. gro

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