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Pegel der Aa sinken

Starkregen

AHAUS In Ahaus hat sich die Hochwasserlage heute Morgen weitgehend entspannt. Vor allem im Ortsteil Alstätte ist die Lage aber nach wie vor kritisch, wie Andrea Hertleif von der Pressestelle des Kreises Borken mitteilt: Die Einsatzkräfte tauschten am Vormittag Sandsäcke aus und erhöhten die Dämme noch einmal.

von Anne Winter-Weckenbrock

, 28.08.2010

Der Wasserstand könne durch Pumpen gehalten werden. Geschützt werden müssten insbesondere die Turnhalle und das Feuerwehrgerätehaus.

In Ahaus sinken die Pegel der Ahauser Aa im gesamten Stadtgebiet und den Ortsteilen. In der Innenstadt sind nach Angaben des Ahauser Krisenstabs alle Keller ausgepumpt. Das Wasser könne durch die Kanäle problemlos abgeführt werden, teilte die Stadt am Mittag mit. Helfer seien nur noch in den Ortsteilen Alstätte und Ottenstein im Einsatz. In Graes werden einzelne Höfe mit Sandsäcken gesichert. Stromversorgung stabil

Die Stromversorgung ist fast im gesamten Ahauser Stadtgebiet stabil, nur 60 Haushalte seien zum Mittag noch ohne Strom. Gesperrt sind nach wie vor die alte B 70 in Richtung Heek, auch die Kreisstraße 25 in Graes ist noch nicht passierbar. In Ahaus sind 380 Kräfte von Feuerwehr, THW und weiteren Organisationen aktiv.

Die Hotline, die die Stadtverwaltung Ahaus für Fragen der Bürger eingerichtet hat, wurde am Samstagmorgen nur noch vereinzelt in Anspruch genommen, hieß es aus dem Ahauser Rathaus. Dort wird zurzeit das weitere Vorgehen besprochen. Eines steht schon fest: Der Wertstoffhof bei der Firma Stenau erweitere heute seine Annahmezeit für Sperrmüll bis 17 Uhr.

  In Heek, wo die Situation gestern besonders kritisch war, hat sich die Lage entspannt. Die Freiwillige Feuerwehr Heek ist zurzeit mit Aufräumarbeiten beschäftigt und beseitigt weiter Schäden.Pegel der Dinkel gestiegen

Besonders im Blick hat die Einsatzleitung des Kristenstabes des Kreises Borken die Situation in Gronau. Der Pegel der Dinkel am nördlichen Stadtrand stieg bis 6.15 Uhr auf 2,47 Meter, danach stagnierte er.

Derzeit sind rund 850 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks sowie anderer Hilfsdienste - auch aus anderen Teilen von NRW - im Einsatz. Unterstützung kommt aus dem gesamten Regierungsbezirk Münster sowie die Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Köln.

„Normalerweise führt die Dinkel hier lediglich 30 Zentimeter Wasser", so Pressesprecherin Andrea Hertleif. Im Ortsteil Epe ist der Fluss an mehreren Stellen über die Ufer getreten und trotz des Einsatzes von Sandsäcken und -sperren dringt das Wasser in den Ortskern vor. Keller von Wohn- und Geschäftshäusern wurden überflutet. Gefährdet ist aktuell das St.-Antonius-Hospital in Gronau. Zu seinem Schutz wird am Samstagmorgen ein Erdwall aufgeschüttet. Durch Sandsäcke soll zudem ein Großmarkt an der Fabrikstraße gesichert werden. 

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