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Podiumsdiskussion bei Tobit.Software mit Christian Rach

Speisekarte per Facebook?

Wenn über 500 Gastronomen aus ganz Deutschland bei Tobit.Software zusammenkommen, dann erhält das Wort „Wirtschaftswissenschaften“ eine ganz neue Bedeutung. Schließlich versteht sich der Ahauser Softwarehersteller auch als „Forschungszentrum in Sachen Gastronomie“. Am Montag diskutierten Experten dort über die Bedeutung von Facebook für das Gastgewerbe.

von von Stefan Grothues

, 18.06.2012

In der eigenen Gastronomiebetrieben und auf Großveranstaltungen wie Statt-Arena erkundet Tobit die vernetzte Zukunft. Wohin geht die Reise? „Facebook, Facebook, Facebook!“, lautete am Dienstag die Antwort des Tobit-Gründers und Vorstandsvorsitzenden Tobias Groten. Schließlich hätten sich auf dieser Plattform in den letzten 48 Monaten eine Millarde Menschen vernetzt. Der bekannte Trendforscher Prof. Peter Wippermann unterstrich dies: Selbstbestimmter, schneller, effizienter – diese Attribute brachte Wippermann mit dem dem „Netzartigen“ in Verbindung. Und die Vernetzung gewinne immer mehr an Bedeutung. Groten zeigte sich überzeugt davon, dass künftig Facebook und Smartphone in Kombination für den gastronomischen Erfolg entscheidend sein werden. „Sie ermöglichen jedem Pizzabäcker den direkten Draht zu seinen Gästen.“ Und Tobit.Software stelle die Apps zur Verfügung, mit denen sich die Betriebe präsentieren könnten, und den Gästen Reservierungen oder Bestellungen ermöglichen – kinderleicht, denn, so Groten: „Der Koch soll ja nicht ständig twittern und posten müssen.“

Frank Schwämmle vom Jugend- und Kulturcafé Logo bestätigte den Zukunftstrend aus Praxissicht: „Nie war es einfacher: Per Knopfdruck kann ich 4200 Logo-Freunde auf Facebook über einen Konzerttermin informieren.“ Der prominente Restauranttester Christian Rach indes bremste die Online-Euphorie ein wenig und erhielt dafür Applaus. „Qualität ist wichtiger als das Drumherum, Backstage ist wichtiger als Online“, so umschrieb Rach sein Credo, dass der Erfolg in der Küche und beim Service liege. „Man darf sich den neuen Entwicklungen sicher nicht verschließen, aber sie sind nachrangig.“ Und er brach eine Lanze für die Entschleunigung: „Wir sollten öfter mal Online einen Gang rausnehmen.“ 

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