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Polizei nimmt Handynutzer am Steuer ins Visier

Verkehrskontrolle

Autofahrer aufgepasst: Die Polizei macht am jetzigen Monatsanfang Kontrollen zur Überwachung des Handyverbots. Heute gibt es einen Schwerpunkteinsatz.

AHAUS

04.11.2014
Polizei nimmt Handynutzer am Steuer ins Visier

Zehn Prozent aller Verkehrsunfälle passieren, weil der Fahrer abgelenkt ist, sagt eine Allianz-Studie.

Bei dieser Aktion geht es um die Senkung der Verkehrsunfallzahlen und die Verhinderung von schwerwiegenden Unfallfolgen. Zusammen mit dem Auto ist mittlerweile offensichtlich das Handy des Deutschen liebstes Kind. So haben nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom 90 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre ein Handy, 40 Prozent besitzen ein internetfähiges Smartphone. Diese Zahlen sind sicherlich auch auf den Kreis Borken übertragbar. Ebenso übertragbar dürften auch Ergebnisse aus verschiedenen Studien sein: demnach sind bis zu 30 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Ablenkung am Steuer zurückzuführen, die Zahl der Unfälle mit ungeklärter Ursache ist zwischen 2008 und 2013 sogar um 56 Prozent gestiegen.

Die Ablenkung durch die Handynutzung hat zweifellos einen großen Anteil daran. Die Nutzung der Geräte am Steuer ist zu einem dramatischen Problem geworden, schreibt die Polizei in der Ankündigung für ihre Aktion. Zur Veranschaulichung: Der nur zwei Sekunden andauernde Blick auf das Handy führt bei Tempo 80 zu einem „Blindflug“ von 45 Metern. Beim Lesen oder Schreiben ist die Ablenkung noch viel größer als beim Telefonieren. Wer beim Tempo von 50 Kilometern pro Stunde zwei Sekunden auf ein Display sieht, fährt in dieser Zeit knapp 30 Meter weit. Auf der Landstraße bei 100 Stundenkilometern sind es knapp 60 Meter ohne direkte Sicht auf die Straße. Die Polizei appelliert daher an die Verkehrsteilnehmer, Mobiltelefone - wenn überhaupt - nur mit Freisprecheinrichtung zu nutzen.

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