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Professorentreff befasst sich mit den Chancen dualer Studiengänge

Besuch bei MEM Maschinenbau

Die Fachkräftesicherung stand am Mittwochabend im Mittelpunkt des "Professorentreffs", zu dem die Fördergesellschaft Westmünsterland der Fachhochschule Bocholt/Ahaus und die Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen eingeladen hatten.

OTTENSTEIN/KREIS

von von Elvira Meisel-Kemper

, 01.06.2012
Professorentreff befasst sich mit den Chancen dualer Studiengänge

<p>Prof. Dr. Bernd Kriegesmann</p>

Die Familie Marx bot in ihrer Firma MEM Maschinenbau GmbH in Ottenstein die Gelegenheit zum informativen Austausch zwischen den anwesenden Professoren der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen, zu der die Niederlassungen in Bocholt und Ahaus gehören, und den knapp 50 Gästen aus Politik, Lehre und Wirtschaft.

Für Dr. Rudolf Voßkühler, Fördergesellschaft Westmünsterland, war es besonders wichtig, dass die Möglichkeit einer qualifizierten Ausbildung in Ortsnähe bestehe. Prof. Dr. Bernd Kriegesmann, Westfälische Hochschule Gelsenkirchen, warb deshalb für die dualen Studiengänge. "Wir machen duale Studiengänge seit 15 Jahren an unserer Hochschule. Das Modell ist nicht neu", so Kriegesmann. Vor allem Gymnasiasten strebten in letzter Zeit in die duale, vierjährige Ausbildung. In den ersten zwei Jahren bedeute das für den Studenten und für den Betrieb zwei Tage Hochschule und drei Tage Ausbildung im Betrieb ohne Berufsschulpflicht. In den folgenden zwei Jahren sei reines Studium angesagt. Für die gesamte Zeit gebe es eine Ausbildungsvergütung, der junge Mensch bleibe in der Region und sichere den Nachwuchs in den Betrieben.

"Die Alterung erwischt uns alle", warnte Prof. Dr. Bodo Risch angesichts der demografischen Entwicklung. Das Regionenmarketing müsse verstärkt werden. Familienfreundlichere und flexiblere Arbeitsbedingungen könnten die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen. "Wir haben heute in Nord-Westfalen ein Defizit an Fachkräften von 27 000 Personen. 2020 werden es 39 000 fehlende Fachkräfte sein." Jedes dritte Unternehmen könne schon heute offene Stellen nicht besetzen, so Risch.

 

 

 

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