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Russisch spielend lernen

Ahaus "Tschaßawivje paißa" - spielend kommt das nicht über die Zunge. Auch nicht Jaqueline Grzyb. Kein Wunder: Bislang hat die 19-jährige AHG-Schülerin nur Englisch- und Latein-Vokabeln gelernt. Nach dem sechsten Anlauf klappt es aber doch: Die Zeitzone auf Russisch sichert ihr und Pavel Matusjak die Finalteilnahme im Bundescup "Spielend Russisch lernen".

29.08.2008

Russisch spielend lernen

<p>Florian Falk und Elena Schneider aus Steinfurt treten im Finale gegen Pavel Matusjak und Jaqueline Grzyb an. Trotz der Anstrengung macht das - ganz offensichtlich - auch jede Menge Spaß. MLZ Fotos Lüttich-Gür</p>

Gegen sieben Mannschaften aus ganz Westfalen haben sich die beiden angehenden Abiturienten - er Muttersprachler mit Russisch-Unterricht seit der Jahrgangsstufe elf und sie absoluter Sprachneuling - gestern Nachmittag im Regionalentscheid durchgesetzt. Jetzt geht es im November "auf Schalke" - zum Finale in die Veltins-Arena.

Mit Fußball hat das Russisch-Spiel nichts zu tun - obwohl: "Nach der vorletzten Runde war ich auch nassgeschwitzt", räumt Jaqueline ein. Und das Annehmen und Weitergeben fremder Worte sei mindestens genauso schwer wie das von Bällen.

Zurück vom grünen Rasen in den Klassenraum im Obergeschoss des AHG. Vier Schüler sitzen sich an einem Tisch gegenüber. In der Mitte zwischen ihnen ein bunter Spielplan mit Würfel, Figuren und Karten: das vom Deutsch-Russischen Forum entwickelte Russisch-Spiel "New Amici". Die Schale mit russischem Hartgebäck beachtet niemand - auch nicht die Russischlehrer aus der ganzen Region, die sich mindestens genauso aufgeregt wie ihre Schützlinge um das Spielzentrum scharen.

Die Mannschaften - egal ob vom Gymnasium oder von der Hauptschule - sind stets gemischt: Russisch-Kenner/-Nichtkenner. Je nachdem auf welches Feld sich der Spieler gewürfelt hat, sind sowohl auf Russisch als auch auf Deutsch entweder Vokabelfragen oder Fragen zu Land, Geschichte und Kultur Russlands zu beantworten - auch von denen, die bis dahin nicht einmal "nastrowje" kannten. Wie das funktioniert? Sie wiederholen das zuvor Gehörte - einmal, zwei Mal oder wie bei Jaqueline sechs Mal. Mancher Schüler zeige dabei ein musikalisches Gehör, sagt die Ahauser Russisch-Lehrerin Oksana Isaak - jeder aber den Wunsch, mehr zu lernen von der Sprache, die so schwer auch wieder nicht ist. sy-

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