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"Sind mitverhaftet in die große Schuld"

11.11.2007

Ahaus Rund 50 Personen folgten der Einladung der Stadt Ahaus und der Volkshochschule Ahaus zum Gedenkgang am Abend des 9. November zur Erinnerung an die Pogromnacht 1938. Bürgermeister Felix Büter, Ingeborg Höting als Leiterin des VHS-Arbeitskreises "Ahauser Geschichte 1933 bis 1945" sowie Schüler der Realschule im Vestert und der Anne-Frank-Realschule gestalteten die Veranstaltung, die am Standort der damals abgebrannten Synagoge in der Marktstraße begann. Die Gedenktafel für die verfolgten und ermordeten Ahauser jüdischen Familien auf dem Sümmermannplatz war der zweite Sammelpunkt für das Gedenken. Schüler der Realschule im Vestert berichteten vom Schicksal einiger Juden, deren Fotos sie neben Kerzen an der Gedenktafel aufstellten. Manfred Laumann, Mitglied des VHS-Arbeitskreises, las Auszüge aus der Predigt des evangelischen Theologen Helmut Gollwitzer vom 16. November 1938 in Berlin-Dahlem. Mit offenen Worten drückte Gollwitzer sein Entsetzen über die Ereignisse dieser Nacht aus: "Wir sind mitverha ftet in die große Schuld, dass wir schamrot werden müssen, wie biedere Menschen sich auf einmal in grausame Bestien verwandeln." Was wäre, wenn damals überall in Deutschland so gepredigt worden wäre? Diese Frage hatte Laumann vorausgeschickt. emk

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