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Unbelehrbar: Exhibitionist erneut verurteilt

Amtsgericht Ahaus

Die Tat gestand der wegen exhibitionistischer Handlungen angeklagte Ahauser sofort. Allerdings sei sie lediglich exzessivem Drogenkonsum geschuldet: "Ich hab halt ein Drogenproblem". Der Vorsitzende Richter am Amtsgericht Ahaus begnügte sich mit dieser Antwort aber nicht. Er verwies darauf, dass sich nicht jede seiner Taten auf den Einfluss von Rauschmitteln reduzieren ließe.

Ahaus

von Johannes Schmittmann

, 12.10.2016

Worauf der Richter anspielte: Der 21-Jährige wurde in diesem Jahr bereits wegen zweier anderer Fälle von Exhibitionismus verurteilt. Auch dort waren illegale Substanzen im Spiel. Dieses Mal hatte er sich am 2. Juli um 7.40 Uhr vor dem Eingang der Pestalozzischule mit heruntergelassener Hose selbst befriedigt. Auf dem Smartphone lief pornografisches Material.

Früh am Morgen

"Zum Glück war es ein Samstag und so früh am Morgen, dass nur wenige Passanten und keine Kinder das Schauspiel mitbekamen" hielt der Richter dem Ahauser zugute. Auf Unverständnis traf aber die Tatsache, dass dieser mit seiner "Tätigkeit" erst aufgehört hatte, als die Polizei eintraf. Mehrere Passanten hätten ihn per Zuruf aufgefordert, die Hose hochzuziehen.

Geldstrafe verhängt

Die beiden geladenen Zeugen wurden für die Beweisfindung nicht gebraucht, denn der Sachverhalt war klar. Nur mit der Findung des Strafmaßes tat sich der Richter schwer. Die zwei Vorstrafen wögen zwar schwer, aber bisher sei es zu keiner Hauptverhandlung gekommen. Er hoffe auf eine Abschreckung durch den Prozess.

Um eine deutlich höhere Geldstrafe komme der Angeklagte, trotz Tageszeit und Wochentag, aber nicht herum. 120 Tagessätze à 40 Euro lautete das Urteil. Beim nächsten Mal droht der Freiheitsentzug. Daran ließ der Vorsitzende Richter keine Zweifel.

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