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Zivildienst auf dem Berg Zion

Georg Dües

AHAUS Über Israel-Erfahrung verfügt Georg Dües bereits reichlich: Gleich zwei Mal hat er mit dem Jugendaustausch von St. Josef das "Heilige Land" bereist und Kontakte geknüpft. Jetzt leistet er dort für ein Jahr seinen Zivildienst ab – den "anderen Dienst im Ausland" –, weil er "von Land und Leuten" so beeindruckt und begeistert war.

von Von Manfred Elfering

, 20.08.2010

Eine Zivi-Stelle hat er in der Benediktinerabtei „Dormitio“ auf dem Berg Zion in Jerusalem gefunden – eine Pilgerstätte, da die Mutter Gottes dort gestorben sein soll. „Die haben einen sehr großen Klostergarten, den werde ich pflegen und allgemeine Hausmeistertätigkeiten ausüben – eben alles, was anfällt“, erzählt der 21-jährige Ahauser, der soeben seine Ausbildung zum Informatikkaufmann abgeschlossen hat. Wie er dazu kam? Über den „Deutschen Verein vom Heiligen Lande“, der in Israel über das ganze Land verteilt Einsatzstellen für Zivildienstleistende vorhält und diese vermittelt.

Bei diesem Verein hat sich Georg Dües beworben – mit Erfolg. Er wurde zuerst zu einem „Vorstellungswochenende“ in Bonn eingeladen und nahm dann an einer Vorbereitungswoche in Schweinfurt mit 30 anderen „Zivis“ teil. Dabei wurden auch kulturelle Besonderheiten und praktische Verhaltensregeln vorgestellt: „Was man dort machen kann, und was man besser nicht tun sollte“ – zum Beispiel nicht ohne Weiteres auf eigene Faust in die West-Bank fahren oder den Ghaza-Streifen, für den man ohnehin ein extra Visum braucht. Seine Lieblingsstelle als „Zivi“ wäre ein Job in der Uni Bethlehem gewesen, aber der war schon besetzt. So fiel die Entscheidung für die Abtei „Dormitio“. Dort genießt er zwar freie Kost und Logis und bekommt ein kleines Taschengeld, ist aber auf weitere Zuwendungen angewiesen. Zurzeit ist er dabei, über den „Verein vom Heiligen Lande“ einen Förderkreis aufzubauen, denn seine Stelle kostet den Verein rund 500 Euro monatlich, etwa für Versicherungen und den Flug.

Wer seinem Förderkreis beitritt, bekommt quartalsweise einen Rundbrief von Georg Dües, in dem er mitteilt, wie es bei ihm läuft und was aktuell anliegt – quasi ein Statusbericht für die Sponsoren. 24 Tage Urlaub stehen ihm als „Zivi“ zu – die und seine sonstige Freizeit möchte er vor Ort verbringen, die Stadt näher erkunden, „im Toten Meer schwimmen“, viel unternehmen. „Ich freue mich schon auf das Osterfest in Jerusalem, dann platzt die Stadt aus allen Nähten.“ Am kommenden Dienstag startet der Flieger ab Düsseldorf in Richtung Tel Aviv – Georg Dües und zehn weitere „Zivis“ mit an Bord. „Je näher das rückt, desto spannender wird es“, kann der junge Mann einen Anflug von Nervosität nicht verbergen. Aber das macht nichts, denn Israel-erfahren ist Georg Dües ja schon, und bereits in den Herbstferien stellt sich mit Eltern und Verwandten Besuch aus der Heimat ein.

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