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Aids: Aufklärung rettet Leben

WITTEN Im Zeichen der roten „Aids-Schleife“ standen am Samstag eine Reihe von Aktionen in der Innenstadt.

von Von Ingrid Piela

, 02.12.2007
Aids: Aufklärung rettet Leben

An Stellwänden gab es viele Informationen am Welt-Aids-Tag in Witten.

Damit die Krankheit nicht in Vergessenheit gerät, hatte sich eine Gruppe von rund 30 Studenten der Universität Witten/Herdecke (UWH) zum Weltaidstag etwas Besonderes einfallen lassen: Auf einem so genannten „Red Walk“ installierten sie eine „begehbare“ Ausstellung rund um das Thema „HIV“.

Neben einem Informationsstand am Berliner Platz boten die engagierten Studenten der UWH-Initiative „Students-Health-Dialogue“ (SHD) in zwölf Apotheken und Geschäften Informationen an, beantworteten die Fragen interessierter Bürger und verteilten Kondome.

In der Buchhandlung Krüger fanden Lesungen statt und auf einem Büchertisch stapelte sich Literatur rund um das Thema „Aids“ speziell für Kinder und Jugendliche.

Weil sie Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen erreichen möchten, hatten die angehenden Mediziner Politiker und Schulleiter direkt angesprochen.

Wie ein roter Faden

An einer Führung nahmen dann auch die Bundestagsabgordnete Irmingard Schewe-Gerigk (Grüne), der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Dietrich, Stadtrat Andreas Avermann (CDU) und der Fraktionsgeschäftsführer Kevin Forbrig (SPD) teil.

An einer der „Stationen“, die sich wie ein roter Faden durch Witten zogen, war zu erfahren, dass sich jährlich alleine in Deutschland 2600 Menschen neu infizieren und weltweit jedes Jahr über drei Millionen Menschen an Aids sterben.

Auch in West- und Mitteleuropa steigt der Anteil an Infizierten weiter an. Zahnmedizinstudentin Lisa Rittermann: „Das Geld und die Medikamente sind da, kommen aber bei den Bedürftigen oft nicht an.“

Ein Arbeits-Schwerpunkt der studentischen Initiative liegt deshalb in der Aufklärungsarbeit an Schulen. Medizinstudent Till Bugaj ist Vorstandsvorsitzender des SHD und weiß: „Es gibt extremes Unwissen bei Schülern, manchmal aber wundert man sich auch, woher sie etwas schon wissen.“

Ein zweiter Schwerpunkt der 2004 von Studierenden der Fakultät für Medizin gegründeten SHD-Initiative ist die Ukraine, das Land mit der höchsten HIV-Neuinfektionsrate europaweit.

Die Wittener Studenten sind mit den dortigen Medizin-Studenten im Dialog und erarbeiteten eine Präventionskampagne.