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Airbrush Art erinnert an Dalís Surrealismus

Kunst- und Galeriehaus

Eine Karikatur von Medien, eine Wasserwelt oder ein weißes, einsames Einhorn im Wald – bei der Ausstellung „Airbrush Art und Digitale Illustrationen“ im Kunst- und Galeriehaus ist für jeden Geschmack etwas dabei. Flach sind die Werke deswegen aber nicht.

BOCHUM

von Von Laura Waßermann

, 26.06.2012
Airbrush Art erinnert an Dalís Surrealismus

Das Werk "Highlight" von David Uessem.

Und gemischt ist nicht nur die Kunst, sondern auch das Publikum bei der Eröffnung: Von Kunstliebhabern in feiner Garderobe bis hin zum tätowierten Airbrush-Fan besuchten viele das Kunst- und Galeriehaus. Die meisten sind begeistert: „Ich finde es super, wie viele Möglichkeiten es gibt, mit Airbrush zu arbeiten“, erzählt die 21-jährige Franka Burde. „Am besten gefallen mir die Bilder von Davis Uessem.“

„David Uessem studiert Gesichter und gibt sie in übernatürlicher Größe wieder“, sagt Kunsthistoriker Bernd Gülker. Der stellvertretende Direktor des Kunsthauses scheint ebenfalls ein Fan von Uessems Kunst zu sein: „Der Betrachter wird so in den Bann seiner Arbeiten gezogen. Stimmungen und Emotionen werden zum Greifen nahe gebracht.“ Die meterhohen Bilder sind definitiv das Highlight der Galerie. Dennoch sind vor allem die Airbrush-Kunstwerke von Roland Kuck, die als Hommage an Salvador Dalí’s Surrealismus gedacht sind, sowie die Werke des Künstlers Matthias Cieschinger ein wahrer Augenschmaus. Das könnte man beim letzten Aussteller jedoch auch anders verstehen. „Cieschinger ist ein Künstler, der in seinen Arbeiten die Idylle eher misstrauisch behandelt“, sagt Gülker in der Eröffnungsrede. Dafür ist das Werk „Augen – Sehen und Verstehen“ ein grandioses Beispiel: ein dreiteiliges Kunstwerk, quer aufgebaut. Der Mittelstreifen zeigt ein Augenpaar, oben und unten hingegen ist eine Wischtechnik zu sehen.

Cieschinger erklärt das so: „Der Mittelteil ist gesprüht, die anderen Teile sind jedoch auf nasser Leinwand eher zufällig entstanden. So soll der Kontrast zur Geltung kommen.“ Seine Leidenschaft zur Kunst ist unübersehbar, immer mit etwas Kritik im Hintergrund: „Ich denke, als Künstler muss man genauer hinsehen, wie die Dinge funktionieren.“ Genauso wirkt die gesamte Ausstellung: tiefgründig und alles andere als flach.