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Aktionsplan soll Impfquoten gegen Masern erhöhen

Berlin (dpa) Weltweit sterben pro Tag 400 Kinder an den Masern. Ein noch immer nicht überstandener Ausbruch in Berlin zeigt: Auch in Deutschland liegt der Impfschutz im Argen. Ein Aktionsplan soll aufklären.

Aktionsplan soll Impfquoten gegen Masern erhöhen

Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) spricht während der Sitzung des Bundestages. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Mit einem Nationalen Aktionsplan sollen Masern und Röteln bis 2020 in Deutschland dauerhaft eliminiert werden. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) rief Ärzte, Kitas, Schulen und Eltern zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf, um die Impflücken zu schließen.

«Vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen noch wichtige Schutzimpfungen, etwa die gegen Masern», erklärte Gröhe zum Auftakt der 4. Nationalen Impfkonferenz am Donnerstag in Berlin.

«Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit. Die aktuelle Masernwelle zeigt, dass es auch in Deutschland noch große Impflücken gibt», sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke). Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) betonte: «Babys, Schwangere und Menschen mit Immunerkrankungen sind darauf angewiesen, dass wir alle verantwortungsvoll handeln.»

Der Plan sieht neben verstärkter Aufklärung und regelmäßigen Impferinnerungen unter anderem vor, dass mindestens 95 Prozent der Kleinkinder bis zum Alter von 15 Monaten und ebenso viele Schulanfänger insgesamt zweimal gegen Masern, Röteln und Mumps geimpft werden. Erst dann ist eine sogenannte Herdenimmunität gegeben. Auch Jugendliche und nach 1970 geborene Erwachsene sowie Flüchtlinge und Beschäftigte im Gesundheitswesen sind Zielgruppen. Masern sind hochansteckend, weltweit sterben daran etwa 400 Kinder pro Tag. In Berlin begann im Oktober 2014 ein heftiger Masernausbruch mit insgesamt über 1 200 Erkrankten, der immer noch nicht ganz vorbei ist.

Mit dem Präventionsgesetz werde ein wichtiger Schritt gemacht, um die Impfbereitschaft zu steigern, erläuterte Gröhe. In Zukunft müssten alle Gesundheits-Untersuchungen von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen genutzt werden, um den Impfschutz zu überprüfen und wichtige Schutz-Impfungen vorzunehmen.

4. Nationale Impfkonferenz

Regierungsentwurf zum Präventionsgesetz

Fragen und Antworten des Gesundheitsministeriums zu Prävention

Gesundheitsministerium zum Impfen

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