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Alario macht Bayer-Coach Herrlich rundum zufrieden

Leverkusen. Ein Torjäger, ein Super-Sprinter und ein Malocher: Alario, Bailey und Volland stehen bei Bayer für Angriffslust und 26 Tore. Mit dem 2:0 gegen Gladbach kommt Bayer 04 der Champions League näher.

Alario macht Bayer-Coach Herrlich rundum zufrieden

Brachte Leverkusen gegen Gladbach mit dem Führungstor in die Spur: Bayer-Angreifer Alario. Foto: Federico Gambarini

Nach dem Big Point im rheinischen Nachbarschaftstreffen war Heiko Herrlich auch mit seinem Mittelstürmer Lucas Alario rundum zufrieden.

„Über seine Torgefährlichkeit brauchen wir nicht zu reden. Aber jetzt arbeitet er auch richtig gut, das war nicht immer der Fall“, meinte Bayer Leverkusens Trainer nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg gegen Borussia Mönchengladbach. Auf dem Weg zurück in die Champions League hat Alario mit seinem Führungstreffer gegen den Mitkonkurrenten einen großen Anteil.

Nach dem Transfergerangel um den 23 Millionen Euro teuren argentinischen Nationalspieler, der erst am 21. September von der FIFA die Spielgenehmigung erhielt, ist der 25-Jährige beim Werksclub endlich angekommen. „Ich fühle mich hier immer wohler, aber ich muss die Sprache noch besser lernen. Das Zusammenspiel mit den Mitspielern wird auch immer besser“, sagte der Mittelstürmer, der im 18. Bundesligaspiel seinen siebten Treffer erzielte.

Beim argentinischen Club CA River Plate kam er in 47 Spielen auf 22 Tore. Darum wurde er für Bayer interessant. Jetzt hilft er, den Club wieder in die Königsklasse zu schießen - mit dem fleißigen Kevin Volland (10 Tore) und dem pfeilschnellen Leon Bailey (9) als treffsicheren Mitspielern an der Seite.

Bayer-Manager Jonas Boldt meinte, dass der Sieg einen immensen Wert habe. „Wir haben den Abstand auf Borussia Mönchengladbach vergrößert. Vor allem die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mir sehr gut gefallen„, befand Boldt. Dem Treffer von Alario ließ der eingewechselte Julian Brandt in der Nachspielzeit das 2:0 folgen. Damit sind die Leverkusener wieder zu einem der vier besten Teams aufgestiegen. Doch Herrlich warnt davor, das Ziel schon als erreicht abzuhaken. „Es kommen noch schwere Spiele auf uns zu“. Auch Boldt betonte: „Das ist noch ein weiter Weg“.

Viel weiter entfernt von einem europäischen Startplatz sind die Gladbacher, die von Bayer Anschauungsunterricht bekamen, wie man spielen muss, um sich international zu qualifizieren. Das erkannte auch Trainer Dieter Hecking. „Die klar bessere Mannschaft hat gewonnen“, befand der Coach. Mit der dritten Niederlage gegen Bayer in dieser Saison hat sich sein Team fast schon um alle Chancen gebracht.

„Natürlich sind es noch genügend Spiele, um uns in der Tabelle besser zu platzieren, aber dafür müssen wir uns deutlich steigern. Wir sollten auch erstmal nicht mehr über Europa sprechen, sondern erstmal wieder anfangen zu punkten“, sagte Innenverteidiger Matthias Ginter.

Ein Knackpunkt ist die hohe Anzahl von verletzten Spielern. Seit Monaten fehlen immer sechs bis zehn Profis. Am Samstag erwischte es Innenverteidiger Jannik Vestergaard am schlimmsten. Der Däne zog sich einen Mittelfußbruch zu fällt bis auf Weiteres aus. Auch Vincenzo Grifo (Kreuzbanddehnung), Reece Oxford (Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel) und Christoph Kramer (Knieverletzung) sind verletzt. „Das kann man zwei, drei Wochen kompensieren. Aber nicht über Monate. Irgendwann wird es schwierig“, meinte Hecking. So wirkt Kapitän Lars Stindl, der seit 1345 Minuten ohne Torerfolg ist, derzeit völlig überspielt und hätte eine Pause dringend nötig.

Der frühere Bayer-Profi Christoph Kramer wollte die Niederlage nicht überbewerten. „Wir haben gegen eine gute Mannschaft verloren. Da muss man den Fußball auch nicht immer verkomplizieren“. Schließlich stehe jetzt wieder ein Heimspiel gegen Hoffenheim an. Vielleicht ist der siebte Tabellenplatz, der für die Europa-League-Qualifikation reichen könnte, so etwas wie der letzte Strohhalm für die Gladbacher.

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