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Albert-Martmöller-Gymnasium mit Aufzug nun behindertengerecht

WITTEN Ein im Albert-Martmöller-Gymnasium lang gehegter Wunsch ging in den Sommerferien in Erfüllung: Ein Aufzug im Atrium macht die Schule behindertengerecht und sieht zudem richtig chic aus - weil rundum verglast. Treibende Kraft für das Aufzugsprojekt war der Vater eines Schülers.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 14.08.2008
Albert-Martmöller-Gymnasium mit Aufzug nun behindertengerecht

Rolf Maasche, Gudrun Sandkuhl und Peter Heyermann (v.l.) testen den neuen Aufzug im Albert-Martmöller-Gymnasium.

Peter Heyermann, Geschäftsführer des Schulvereins und von Beruf Architekt, fand, dass eine moderne Schule behindertengerecht sein müsse. "Es gab ja schon Probleme, wenn mal ein Schüler ein Gipsbein hatte", sagt die Schulleiterin.Der Aufzug der Durchholzer Grundschule Eine Finanzierung durch die Stadt, die in der Schule gerade neue Toiletten bauen lässt und die Fenster erneuert hat, war nicht zu erwarten. Hilfe kam aus dem Rathaus trotzdem. "Wir haben den Aufzug aus der aufgegebenen Durchholzer Grundschule bekommen. Und der passte tatsächlich auch hier", schildert Heyermann. Der Architekt nahm Maß, plante und überwachte schließlich den Bau während der Sommerferien.

Die Firma aus Telgte, die den Aufzug hergestellt hat, stiftete einen Teil der Verglasung und zeigte sich bei Aus- und Wiedereinbau der Technik nicht knauserig. Bürgerstiftung und Sparkasse übernehmen einen großen Teil der Kosten "Immerhin 12 000 Euro hat der Aufzug letztlich unter dem Strich doch gekostet. Aber mit einer großzügigen Spende der Bürgerstiftung der Sparkasse über 3500 Euro haben wir einen Teil wieder hereingeholt", ist Heyermann glücklich. Die restlichen Kosten muss der Verein schultern, wenn sich nicht noch weitere Sponsoren finden. "Einige Spenden wären uns natürlich sehr willkommen", unterstreicht Heyermann.

Mehr Komfort für behinderte Schüler Gudrun Sandkuhl und ihre Kollegen freuen sich einfach über mehr Komfort Albert-Martmöller-Gymnasium: "Alle Fachräume sind jetzt ohne Treppen erreichbar, auch der Altbau. Lediglich im Nebengebäude, wo die jüngeren Schüler untergebracht sind, gibt es keinen Aufzug. Aber dort könnte eine Klasse auch im Parterre untergebracht werden, wenn wir ein behindertes Kind an unserer Schule aufnehmen." Schüler und Lehrer müssen weiter Treppen steigen. Einen Schlüssel zum neuen Aufzug im Albert-Martmöller-Gymnasium hat bisher nur der Hausmeister.