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Alkohol und Medikamente - Suchtgefahr bei Senioren

Neuss (dpa/tmn) Ältere Menschen haben eine erhöhte Gefahr, von Alkohol oder von Medikamenten abhängig zu werden. Es sei deshalb wichtig, dass Angehörige darauf achten, in welchem Umfang Senioren Schlaf- und Beruhigungsmittel einnehmen.

Alkohol und Medikamente - Suchtgefahr bei Senioren

Angehörige sollten darauf achten, in welchem Umfang Senioren Medikamente einnehmen. (Bild: dpa)

Das sagt Martin Haupt, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in Neuss. Denn oft bleibt die Sucht im persönlichen Umfeld unentdeckt. «So kann beispielsweise die Verwirrtheit eines alten Menschen als normales Altersgebrechen missverstanden werden, obwohl eigentlich eine Tablettenabhängigkeit dahinter steckt», erklärt Haupt.

Bei Senioren sind die Abbauprozesse im Körper verlangsamt, so dass es durch eine Überdosierung und zunehmende Wirkungslosigkeit von Medikamenten zu einer ständigen Dosiserhöhung kommen kann. «Zunehmende Vereinsamung im Alter und unstrukturierte Zeit begünstigen die Entwicklung einer Abhängigkeit», warnt der Psychiater aus Düsseldorf. So kann sich aus der Gewohnheit, regelmäßig ein Glas Schnaps zu trinken, eine Alkoholsucht entwickeln, ohne dass die Umwelt Notiz davon nimmt.

Durch veränderte Lebensstile konsumieren ältere Menschen schon heute mehr Alkohol als früher. «Bei künftigen Seniorengenerationen wird dieses Phänomen in noch stärkerem Ausmaß zu beobachten sein», so Haupt. «Suchterkrankungen, die erst im Alter entstehen, sind jedoch sehr gut behandelbar. Betroffene sollten daher nicht zögern und auch ermutigt werden, eine Beratungsstelle oder einen Psychiater aufzusuchen.»

Psychiater im Netz: www.psychiater-im-netz.de

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