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Alle 19 Platanen sollen für das Musikzentrum fallen

Zustimmung im Ausschuss

Die riesigen Platanen im Umfeld der Marienkirche sollen nach dem Willen des Umweltaussschusses fallen. Möglichst kurzfristig. Auf jeden Fall deutlich vor der Ratsentscheidung über die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens Mitte Dezember. Damit ist die CDU mit einem Antrag gescheitert, mindestens bis zu diesem Datum mit der Fällung zu warten.

BOCHUM

von Von Thomas Aschwer

, 26.10.2012
Alle 19 Platanen sollen für das Musikzentrum fallen

Noch stehen die Platanen, die dem Übergang zum eigentlichen Konzertsaal werden weichen müssen.

„Das ist ein Ausdruck von Demokratieverständnis“, hatte zuvor Lothar Gräfingholt eindringlich für ein Abwarten geworben. Vergeblich. SPD und Grüne begründeten ihre Ablehnung damit, dass man handlungsfähig bleiben wolle. Deshalb sollen jetzt schnell Fakten geschaffen werden.

Damit reagiert die Politik auf die eindringliche Bitte von Architekt Thorsten Kock. Er hatte in mehreren Bildern die Besonderheit der Baustelle untermauert. „Es handelt sich um eine relativ große Maßnahme auf einem relativ kleinen Baufeld.“ Am Ende würden 75 Prozent bebaut sein. Da sei es ohnehin recht schwierig, die 30 bis 50 Baucontainer unterzubringen. Zudem müsse es Platz für Material geben. Die von der Stadt als Alternative genannte Freifläche am Riff sei nicht wirklich umsetzbar. „Das erzeugt zudem zusätzlichen Baustellenverkehr.“ Die größten Herausforderungen seien jedoch der enorme Zeitdruck und der sehr enge Kostenrahmen. Sie verlangten optimale Rahmenbedingungen und eine exakte Koordination. Deshalb sollen auch drei Kräne aufgestellt werden. Kocks Fazit lautet: Die Bäume sind nicht zu halten. Nicht ein einziger.

Als Ausgleich für die 19 Platanen sollen 50 neue Laubbäume auf dem Areal gepflanzt werden. Wenn es nach dem Architekturbüro geht, sollen sie beim Einpflanzen bereits sieben bis acht Meter groß sein und einen Kronenumfang von drei bis vier Metern haben. Damit wären sie allerdings fast doppelt so groß wie in der Planung vorgesehen. „Damit entstehen zusätzliche Kosten von rund 200 000 Euro.“ Rot-Grün reicht das nicht. Sie fordern 15 zusätzliche Bäume, die im Stadtgebiet vor Ende der Baumaßnahme gepflanzt werden sollen. Dann muss eine andere Aufgabe längst erledigt sein. Über das Grundstück verläuft eine 110 KV-Leitung, an der die halbe Stadt hängt. Die Leitung muss nun kurzfristig verlegt werden.