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Alle Jahre wieder - ein Comeback

WITTEN Passend zum Titel des kreativen Heiligabend-Gottesdienstes feierte die evangelische Martin-Luther-Kirchengemeinde ihr alljähriges „Comeback“ im Saalbau mit einer ebenso schwung-wie gehaltvollen Messe.

von Von Dietmar Bock

, 26.12.2007

„Comeback heißt in Kirchendeutsch übersetzt: Alle Jahre wieder“, klärt Peter Unger, Diakon und Moderator der außergewöhnlichen Weihnachtsveranstaltung, den voll besetzten Saal auf, und ergänzt: „Wir wollen immer wieder zu Gott finden, alle Jahre wieder zu jeder Zeit“.

Stück ist seit Jahren Heiligabend zwei Mal ausverkauft

Und wenn das so locker und doch so bedeutungsvoll daherkommt, wie am Montag in Wittens Kultur-Tempel, dann kommt das auch bei den Menschen an. Seit nunmehr zehn Jahren ist der Theatersaal des Saalbaus gleich zwei Mal am Heiligen Abend „ausverkauft“ – und das hat seinen Grund.

Mit dem neuesten Stück „Comeback“ unterstreicht dies die Martin-Luther-Gemeinde einmal mehr sehr eindrucksvoll. Scheidungskind Andrea, die noch als 14-Jährige von ihrem Vater in den Zoo geschleppt wird, lernt dort das sprechende Dromedar Andromeda kennen und lässt sich von dem Tier die Weihnachtsgeschichte bis hin zur Auferstehung Jesu erzählen.

Dromedar begleitet das Leben einer Frau

Dabei kehrt Andrea als glücklich verheiratete Mutter von zwei Kindern und später als alte Frau zu Andromeda zurück. Mal ist sie unglücklich und wird vom Dromedar aufgemuntert, mal ist sie überglücklich und wird vom Einhöcker wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Bei Andromedas Geschichten werden die entsprechenden Sequenzen szenisch dargestellt.

Untermalt wird das Ganze durch Kinder-, Engel- und einem sehr variablen Erwachsenenchor, der als normales Vokal-Ensemble sowie als Pinguin-Kolonie oder als Singgruppe der Alten und Gehbehinderten seine Lieder zu den Klängen der sechsköpfigen Band intoniert.

Die Texte werden auf die beiden großen Videoleinwände neben der Bühne projeziert, so dass jeder die vom traditionellen Weihnachtsliedgut abweichenden Songs problemlos mitsingen kann. Doch erzählt wird nicht nur die Weihnachtsgeschichte in einem modernen Gewand. Peter Unger befragt zudem einige Akteure, wie sie zu Gott stehen, was ihnen ihre Glaubenshaltung im täglichen Leben bringt.

Positive Erfahrungen mit Gott

Die 13-jährige Sina hat so erfahren, dass jeder Mensch etwas Besonderes ist. Ein jeder ist „unendlich wertvoll, fantastisch und großartig“. Hauptdarstellerin Andrea stellt ihren Weg zu Gott wie folgt dar: „Das Gefühl ist gewachsen. Über die Auferstehung von Jesus habe ich an Selbstwertgefühl gewonnen und traue mir nun Sachen zu, die ich früher nie gemacht hätte“. Angesichts dieser positiven Erfahrungen mit Gott und einer glänzenden Geburtstagsfeier für Jesus wird es wohl für alle auch in 2008 wieder ein Comeback im Saalbau geben.