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Alpen-Fundstücke noch 1000 Jahre älter als Ötzi

Bern (dpa) Rund 1000 Jahre älter als die Steinzeit-Mumie Ötzi sind prähistorische Fundstücke, die Schweizer Archäologen jetzt untersucht haben. Es handele sich um die ältesten archäologischen Fundstücke dieser Art aus dem Alpenraum, teilten Wissenschaftler der Universität Bern am Donnerstag mit.

Ein Köcher und Pfeile sowie rund 40 andere Objekte, die zwischen 2003 und 2007 in einem Gletschergebiet im Berner Oberland entdeckt worden waren, datierten bis zu 5000 Jahre zurück. Archäologen hatten die Gegenstände auf dem 2756 Meter hohen Schnidejoch an der Grenze der Kantone Bern und Wallis gefunden, das Wissenschaftlern zufolge in klimatisch günstigen Zeiten als wichtiger Verkehrsweg gedient hat.

Mit der Radiocarbonmethode hätten Wissenschaftler der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) in Zürich das Alter der Objekte neu bestimmen können, darunter auch Kleidungsstücke aus Leder, bronzene Gewandnadeln und römische Schuhnägel.

Die Forschungsergebnisse wurden während der Tagung «Ötzi, Schnidi und die Rentierjäger: Eisfeldarchäologie und der Klimawandel des Holozäns» bekannt, bei der sich am Donnerstag und Freitag rund 120 internationale Archäologen und Klimaforscher in Bern trafen.

Für Aufsehen sorgte den Angaben zufolge auch die DNA-Analyse einer prähistorischen Lederhose: Das Kleidungsstück sei aus dem Leder einer Hausziege gefertigt und vermutlich von einem verunglückten steinzeitlichen Bergwanderer getragen worden, berichteten Wissenschaftler der Universität Basel.

Einer der bekanntesten archäologischen Funde im Alpenraum ist die «Ötzi» getaufte Mumie eines Steinzeitmenschen, die 1991 am Alpenübergang Tisenjoch unweit der heutigen italienisch- österreichischen Grenze entdeckt worden war.

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