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Ehepaar an Heiligabend getötet

Angeklagter bestreitet Gütersloher Doppelmord

BIELEFELD Im Prozess um den Mord an einem Geschwisterpaar aus Gütersloh hat der 29-jährige Angeklagte am Montag vor dem Bielefelder Landgericht die Tat bestritten. Auch mit der Manipulation an einem Gashahn des Hauses der beiden Opfer, dem Tatort, habe er nichts zu tun, ließ der aus Verl (Kreis Gütersloh) stammende Mann seinen Anwalt in einer Erklärung vortragen.

Angeklagter bestreitet Gütersloher Doppelmord

Ein Mann von der Spurensicherung geht in Gütersloh in das Haus, in dem zwei Tote gefunden wurden. Foto: Caroline Seidel

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, an Heiligabend des vergangenen Jahres eine 74-jährige Ärztin und ihren drei Jahre älteren Bruder in deren Gütersloher Haus aus Habgier erstochen zu haben. Danach soll der Mann eine Gasleitung geöffnet und eine Kerze angezündet haben, um eine Explosion zu verursachen. Der Angeklagte sitzt seit Februar in Untersuchungshaft. Im Gefängnis soll er die Tat einem Mithäftling gestanden haben. 

In der Erklärung beschreibt der 29-Jährige ausführlich seinen Tagesverlauf am 24. Dezember 2013. An diesem Tag sei er zwar im Haus der beiden Opfer gewesen, hätte dieses aber bereits nach 15 Minuten wieder verlassen. Er habe lediglich eine Weinflasche vorbeibringen wollen. Die Frau und ihr Bruder hätten ihn herzlich empfangen und bei seinem Abschied noch gelebt. 

Immer wieder habe der gelernte Gas-Wasser-Installateur im Haus der beiden Getöteten handwerkliche Arbeiten verrichtet. Der Kontakt sei durch den Schwiegersohn zustande gekommen, mit dem der Angeklagte ein intensives Interesse an der sogenannten „Geopathologie“ geteilt habe, bei der es um die Wirkungen von bestimmten Strahlen auf den menschlichen Körper geht. 

Die Staatsanwaltschaft gab an, in der Sitzung keine neuen Erkenntnisse gewonnen zu haben. Die Einlassung des Angeklagten sei der Anklage bereits seit Monaten bekannt. Ungeklärt sei vor allem die Uhrzeit geblieben, zu der der Angeklagte die beiden Opfer besucht haben soll, sagte Staatsanwalt Christoph Mackel. 

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