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Angeklagter schweigt zum Auftakt

Missbrauchs-Prozess

Das Mädchen war erst knapp neun Jahre alt, als es sein Stiefvater zum ersten Mal sexuell missbraucht haben soll. Am Freitag begann vor dem Bochumer Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.

BOCHUM

22.06.2012
Angeklagter schweigt zum Auftakt

Das Mädchen war erst knapp neun Jahre alt, als es sein Stiefvater zum ersten Mal sexuell missbraucht haben soll. Am Freitag begann vor dem Bochumer Landgericht der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter.

Der schlanke Mann mit dem buschigen Vollbart, die langen Haare lässig zum Pferdeschwanz gebunden, saß ruhig auf der Anklagebank und hörte ohne erkennbare Regung zu, was ihm vorgeworfen wurde.

Der 47-jährige Bochumer soll in den Jahren 2006 und 2008 seine Stieftochter zwei Mal sexuell missbraucht haben. Die erste Tat soll sich an einem Wochenende irgendwann im Jahr 2006 ereignet haben, als das Mädchen gerade erst neun Jahre alt geworden war. Laut Anklage hatte er die Neunjährige und ihre Brüder eingeladen, bei ihm in der Wohnung zu übernachten. Spät in der Nacht soll er dann zum Schlafplatz des Mädchens geschlichen sein, es geweckt und ins Badezimmer mitgenommen haben. Dort soll er das arglose Kind aufgefordert haben, ihn sexuell zu befriedigen. Als seine Stieftochter nicht begriff, was er von ihr wollte, soll er ihr genaue Anweisungen gegeben haben. Dann habe er das Kind weiter massiv missbraucht, hieß es in der Anklageschrift. Ein zweiter Übergriff soll im September 2008 stattgefunden haben. Laut Anklage waren der Angeklagte und seine Stieftochter zu Besuch in der Wohnung seiner Söhne in Paderborn. Als er mit dem Mädchen kurz allein in der Wohnung war, hat er sich offenbar erneut an dem Kind vergangen. Der 47-Jährige hat sich gestern noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Der Prozess wird fortgesetzt.