Diese Website speichert Cookies auf Ihrem Computer. Diese Cookies werden verwendet, um Ihre Website zu optimieren und Ihnen einen persönlich auf Sie zugeschnittenen Service bereitstellen zu können, sowohl auf dieser Website als auch auf anderen Medienkanälen. Mehr erfahren über die von uns eingesetzten Cookies finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie
Anzeige
Anzeige

Anhänger von Union und AfD haben besonders wenig gemeinsam

Berlin. Kritiker werfen den Unionsparteien immer wieder vor, sich bei AfD-Wählern anzubiedern. Selbst wenn das so wäre - es wäre wenig sinnvoll, wie eine Studie überraschend ergeben hat. Denn die politische Distanz zwischen Anhängern von Union und AfD ist besonders groß.

Anhänger von Union und AfD haben besonders wenig gemeinsam

Plakate für die Bundestagswahl 2017: Beim Urnengang nahm die AfD der Union viele Wählerstimmen ab. Foto: Wolfgang Kumm

Die Zukunftserwartungen der Wähler in Deutschland laufen weit auseinander und lassen eine wachsende Polarisierung der Gesellschaft erkennen. Dabei ist die Distanz zwischen Anhängern von Union und AfD besonders groß.

Das hat eine Studie der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung zu Emotionen in der Politik festgestellt. „Vor allem die Wähler der AfD, mit gewissem Abstand aber auch die Wähler der Linken, weisen Zukunftserwartungen auf, die stark durch negative Gefühle geprägt sind“, heißt es in dem Papier, das auf drei repräsentativen Umfragen beruht. Wähler von Union und FDP blickten optimistisch in die Zukunft, die Wähler von SPD und Grünen stehen demnach dazwischen.

Der frühere Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU), heute Chef der Adenauer-Stiftung, hält den Effekt emotionaler Zuwendung oder Abneigung in der Politik für „eher unterschätzt“. Dabei gebe es gerade zwischen Union und AfD keine großen Schnittmengen. Wer sich im Umfeld der Union bewege, habe ein „deutlich anderes Weltbild“ als Anhänger der AfD, sagte Lammert bei der Vorstellung der Studie in Berlin.

Der Aussage „Wenn das so weitergeht, sehe ich schwarz für Deutschland“ stimmen demnach 33 Prozent der Befragten zu. Unter den AfD-Anhängern sind es 83 Prozent, bei den Unionsanhängern nur 14 Prozent. Dazwischen liegen FDP (15), SPD (17), Grüne (22) und Linke (53). Dem Satz „Ich habe häufig Angst vor dem, was kommen wird“, stimmen insgesamt 34 Prozent zu, bei den Unionsanhängern sind es 19 Prozent, bei den AfD-Anhängern 59 Prozent. Dazwischen FDP (22), SPD und Grüne (je 34), Linke (43).

Auffällige Unterschiede zwischen den Parteien gibt es auch bei der Frage, welche Gefühle die Wähler insgesamt mit ihnen verbinden. Das sind bei der AfD vor allem Aufregung, Empörung, Unbehagen und Angst. Bei der Union werden, allerdings erheblich weniger stark ausgeprägt, Sicherheit, Vertrauen, Zuversicht und Hoffnung genannt.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Inland

Polizei wächst um 6100 Beschäftigte

Wiesbaden. Sicherheit, Ordnung, mehr Überwachung: Eine Kernforderung von sowohl Konservativen wie Populisten heißt: wir brauchen mehr und besser ausgerüstete Polizisten. Ersteres hat sich nun erfüllt. Die Polizei hat im vergangenen Jahr den größten Personalzuwachs seit mehr als 20 Jahren erlebt.mehr...

Inland

Umfrage: Fast jeder zweite Deutsche für Ablösung Merkels

Berlin. War Angela Merkels vierte Amtszeit eine zu viel? Mehr als 40 Prozent der Wähler wünschen sich, dass die jahrelang als mächtigste Frau der Welt geltende Kanzlerin bald in den Ruhestand geht.mehr...

Inland

Barley weist Unions-Beschwerden wegen Mietpreisbremse zurück

Berlin. Die 2015 eingeführte Mietpreisbremse wirkt nicht. Katarina Barley hat ihre Pläne für eine Nachbesserung vorgelegt, der Union gefallen die nicht sonderlich. Doch aufweichen will die Verbraucherministerin ihr Vorhaben nicht. Das lässt sie den Koalitionspartner deutlich wissen.mehr...

Inland

Unionsstreit erzürnt SPD

Berlin. Aus den Reihen der CSU kommen weiter Spitzen gegen die Kanzlerin. Dabei ist die gerade im Nahen Osten unterwegs. Innenminister Seehofer bestreitet aber, ein Ultimatum gestellt zu haben - und sieht sich als Wachküsser.mehr...

Inland

Run auf Kitas und Schulen erfordert massive Investitionen

Berlin. Kinder und Jugendliche werden in Deutschlands Kitas und Schulen schon heute nicht immer optimal gefördert. Künftig wächst der Bedarf noch. Experten fordern einen konsequenten Wachstumskurs für den Bildungssektor.mehr...

Inland

Maaßen: Angriffsfläche für Cyberattacken wächst rasant

Potsdam. Die Digitalisierung gilt als Maß für Innovation und Garant für die Standortsicherung. Doch mit der Vernetzung wächst auch das Potenzial für Cyberangriffe. Der Verfassungsschutz registriert eine deutliche Zunahme.mehr...