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Anklage: "Scheren-Frau" raubte Dolmetscher aus

Mit einem Obstmesser

Eine Spielzeugpistole, drei Messer, eine Schere und dazu ein Beutel mit Glasscherben: Das Waffenarsenal, das eine dreifache Mutter (38) bei einem mutmaßlichen Raubüberfall in ihrer Handtasche trug, war bizarr, unheimlich und verstörend. Seit Donnerstag steht die „Scheren-Frau“ in Bochum vor Gericht.

BOCHUM

31.08.2017
Anklage: "Scheren-Frau" raubte Dolmetscher aus

Laut Anklage hat sich am 27. November 2015 in einem Dolmetscherbüro in Oer-Erkenschwick ein blutiges Gewaltdrama abgespielt. Die Angeklagte, die damals mit ihren drei Kindern (14/13/3) in dem Büro erschienen war, soll den Dolmetscher sofort bedroht, Geld gefordert und schließlich mit einem Obstmesser verletzt haben. Der 14-jährige Sohn der Frau soll dem Mann dann auch noch Reizgas in die Augen gesprüht haben. Laut Anklage erbeutete die 38-Jährige am Ende 190 Euro.

Angeklagte scheinbar psychisch krank

Noch bevor der Prozess vor der 11. Strafkammer richtig beginnen konnte, war er am Donnertag dann auch schon wieder zu Ende. Die Angeklagte stand offensichtlich psychisch neben sich. Sie hatte am Vormittag zunächst geschwänzt, zum Prozessauftakt zu erscheinen. Die Richter hatten daraufhin sofort einen Haftbefehl erlassen und die 38-Jährige durch die Polizei zu Hause festnehmen lassen.

Im Anschluss an den Auftakt sollte die 38-Jährige in einer Gerichtszelle von einem Psychiater auf ihre Verhandlungsfähigkeit untersucht werden. Im Vorfeld des Prozesses hatte die Frau sich solchen Untersuchungsterminen stets entzogen. Ihr Verteidiger Jens Tuschhoff zeigt sich über den nun drohenden U-Haft-Aufenthalt besorgt: „Ich denke, es war für jedermann ersichtlich, dass meine Mandantin psychologische Hilfe benötigt.“

 

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