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Anschlag auf türkisches Café: Bis zu viereinhalb Jahre Haft

In Essen explodieren drei Brandsätze vor einem türkischen Café. Die Richter gehen von einer politisch motivierten Tat aus und verhängen bis zu viereinhalb Jahre Haft.

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Essen

, 09.03.2018
Anschlag auf türkisches Café: Bis zu viereinhalb Jahre Haft

Landgericht Essen. Foto: Bernd Thissen/Archiv

Wegen eines Brandanschlags auf ein türkisches Café in Essen sind elf Angeklagte mit kurdischen Wurzeln zu Bewährungs- und Haftstrafen von bis zu viereinhalb Jahren verurteilt worden. Bei der Tat vom 4. November 2016 waren die Scheiben einer Teestube zerstört und drei Molotow-Cocktails geworfen worden. Verletzt wurde jedoch niemand. Im Urteil des Essener Landgerichts war am Freitag von einer „Gesinnungstat“ die Rede.

„Die Tat ist Ausdruck einer völlig fehlgeleiteten Beschäftigung mit dem durchaus berechtigten Anliegen der Kurden“, sagte Richter Volker Uhlenbrock. In der Urteilsbegründung wies das Gericht auf den Konflikt zwischen Türken und Kurden in der Türkei hin.  

Das Strafverfahren hatte sich ursprünglich gegen 18 Angeklagte gerichtet. Sieben von ihnen sind freigesprochen worden. Die Urteile lauten auf versuchte gefährliche Körperverletzung und schweren Landfriedensbruch. „Solche Gewalthandlungen beeinflussen das Sicherheitsgefühl einer Vielzahl von Personen“, sagte Richter Uhlenbrock weiter zum Urteil.