Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Antoniusstift hat noch 27 Bewohner - Neubau in fünf Monaten

Betrieb ohne Heimstatus

Die Reihen der Bewohner des Antoniusstifts lichten sich. Anfang April hatte des Heim an der Humboldstraße noch knapp 50 Bewohner. „Mittlerweile sind es noch 27“, sagt Ulla Tameling, Geschäftsführerin des Antoniusstifts. Und die will das Stift behalten.

BOCHUM

von Von Sebastian Ritscher

, 28.05.2013
Antoniusstift hat noch 27 Bewohner - Neubau in fünf Monaten

Nur als Übergangslösung geplant, beherbergt das St. Antoniusstift an der Humboldstraße seit 2008 etwa 50 Senioren. Nach Beschluss der Stadt ist es damit Ende Mai vorbei.

„Mit Ablauf Mai verliert das Stift seinen Heimstatus“, sagt Stadtsprecher Thomas Sprenger. „Schließen wird die Stadt das Gebäude dann nicht, immerhin gehört es uns“, erklärt Tameling. Aber es gibt ein anderes Problem: „Ab dem 1. Juni bekommen wir für die 27 Bewohner, die noch da sind, keinen Cent mehr.“

Trotzdem soll es weitergehen. „Wir wollen erstmal versuchen, den Betrieb aufrecht zu erhalten, damit die Versorgung der Bewohner in unserem Haus sichergestellt ist.“ Allerdings hofft der Heim-Träger noch darauf, dass Gelder weiter fließen können. „Wir rechnen eigentlich seit vergangener Woche täglich mit einem Gerichtsurteil im Eilverfahren“, sagt Tameling. Das Stift hofft auf eine aufschiebende Wirkung.Unterdessen sind die Architekten des geplanten Neubaus in der Antoniuskirche an der Bessemer Straße mit der Ausführungsplanung beschäftigt. „Anschließend können wir dann mit der Ausschreibung für Unternehmen beginnen, die den Bau durchführen“, sagt Roland Winter, bei dessen Büro die Projektsteuerung liegt. Ein Baubeginn sei dann frühestens in fünf oder sechs Monaten möglich, „also im Oktober oder November“.

Ob die Arbeiten dann wirklich starten, kann Winter noch nicht sagen. Erst müssen die Ausschreibungsrückläufer ausgewertet werden. „Es ist nicht gesagt, dass wir rechtzeitig einen leistungsstarken Rohbauer finden“, sagt Winter. „Aus Gründen der Marktsituation kann es also zu weiteren Verzögerungen kommen.“ Die hält Winter sogar für wahrscheinlich. Den Baubeginn sieht er dann im Januar 2014. Bis zur Fertigstellung des neuen Heimes würde auch der Projektsteuerer gerne das Provisorium an der Humboldstraße genutzt sehen. „Was mich enttäuscht, das ist die Haltung der Stadt zur Interimslösung.“ Schließlich sei das Gebäude länger als Provisorium genutzt worden. „Dass die Leute nun in andere Heime ziehen sollen, halte ich für unwürdig.“