Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Anwohner gegen Sportanlage Nette

MENGEDE Die Zukunft der Bezirkssportanlage Nette bleibt weiterhin ungewiss. Denn es droht ein erneuter Rechtsstreit.

von Von Beate Dönnewald

, 11.10.2007

Diesmal streben Anwohner über ihren Anwalt  "die Schließung der beiden Kleinspielfelder und eine vorübergehende Schließung der gesamten Anlage" an. Mit diesen Fakten konfrontierte Detlef Wienhöfer von den Sport- und Freizeitbetrieben am Mittwoch die Mengeder Bezirksvertreter. Sollte es zum Gerichtsverfahren kommen, liegt die Entscheidung über die Zukunft der Anlage nicht länger bei den Politikern, sondern bei den Richtern.

Beschwerden hat es seit der Inbetriebnahme des Sportplatzes im Jahre 1987 immer wieder gehagelt - wegen Lärmbelästigung, Staubentwicklung, Nicht-Einhaltung der Mittagsruhe. Weiterer Kritikpunkt: Die Lage der beiden Kleinspielfelder sei "rechtswidrig", weil sie nicht dem Bebauungsplan entspricht.

Komplett eingezäunt

Im August 2004 folgte schließlich eine mündliche Verhandlung vor dem Amtsgericht, die mit einem Vergleich endete. "Wir haben das Gelände komplett eingezäunt, abschließbare Türen eingebaut und für Schalldämmung gesorgt", so Detlef Wienhöfer. Trotzdem sind die negativen Stimmen nicht verstummt. Denn für Lärm sorgen auch Kinder und Jugendliche, die über den Zaun der Anlage klettern. Eigentliche Nutzer des Sportplatzes sind die DJK Sportfreunde Nette und die Schulen. Die Stadt plant nun Maßnahmen, die das widerrechtliche "Überklettern" verhindern sollen. Sie steht auch im Gespräch mit dem Anwalt der Kläger.

Aufgrund der ungeklärten Situation konnte Detlef Wienhöfer keine Aussage zum Thema Kunstrasen machen. Im August hatte der Rat beschlossen, dass jeder Bezirk einen Kunstrasenplatz erhält. Mengede rangiert auf Platz 12 der Prioritätenliste und zwar alternativ mit den Sportstätten Volksgarten und am Hallenbad.

Die Sitzung wurde wie im Vormonat vom Vorsitzenden der DJK Sportfreunde Nette, Thomas Böcker, besucht. Er übergab eine Liste mit 400 Unterschriften für den Erhalt des Sportplatzes. Eine weitere Liste mit 87 Unterschriften stammt von Bürgern, die in der Nähe der Anlage Nette wohnen.

Schlagworte: