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Aplerbecker Anwohner fürchten Forensik-Ausbau

Kritik an Ausbau-Debatte

Fast sieben Jahre gibt es eine forensische Klinik in Aplerbeck. Da in der aktuellen Debatte um neue Kliniken immer wieder eine Erweiterung ins Spiel gebracht wird, gehen jetzt die Aplerbecker Anwohner in die Offensive.

APLERBECK

von Von Jörg Bauerfeld

, 04.02.2013
Aplerbecker Anwohner fürchten Forensik-Ausbau

Jürgen Ginzel wirft einen Blick auf die Forensik. Die Klinik steht mitten in einem Wohngebiet, in direkter Nachbarschaft der Häuser an der Allerstraße. Die Bewohner sind sauer, dass ein Ausbau der Klinik wieder ins Spiel gebracht wurde.

Jürgen Ginzel wohnt nur einen Steinwurf entfernt von dem großen bräunlichen Gebäude mit dem Namen forensische Klinik, das mit seinen Außenmauern bis fast an die Allerstraße ragt. Dort steht das Haus der Ginzels.

„Die Klinik ist seit ihrer Eröffnung 2006 eher geduldet als akzeptiert. Die Skepsis bei den Anwohnern ist nach wie vor vorhanden“, sagt Jürgen Ginzel. Er ist Mitglied im Forensikbeirat und auch Sprecher der Allerstraßen-Anwohner. Und denen ist die erneute Diskussion über die Klinik – ein möglicher Ausbau, der ins Spiel gebracht wurde – mächtig auf den Magen geschlagen. Da half auch nicht, dass Oberbürgermeister Ullrich Sierau nach seiner ersten Aussage über die nicht optimale Auslastung der Klinik, zurückruderte.„Wir würden uns wünschen, dass Herr Sierau einmal ganz deutlich Stellung bezieht und klar sagt, dass ein weiterer Ausbau der Forensik in Aplerbeck für ihn nicht in Frage kommt“, so Ginzel. Denn die Befürchtung bestünde bei den Anwohnern durchaus, dass vielleicht in einigen Jahren doch eine Aufstockung der Plätze vorgenommen würde.

 Dabei war an der Allerstraße eigentlich Ruhe eingekehrt. Die Klinik war eben da, „obwohl die meisten die Forensik am Liebsten wieder weg haben möchten“, so Ginzel. Die Äußerung aus der Führungsetage der Stadt hätte die alte Unruhe nun wieder aufkommen lassen. „Vielleicht liegt es auch daran, dass man immer eine gewisse Transparenz von Seiten der Klinik vermisst hat“, so Ginzel. Die Anwohner hätten gerne mehr Infos über die Arbeit in der Forensik gehabt, sie aber nicht bekommen. „Schon die erste Aufstockung von 54 auf 62 Plätze war für uns nicht nachvollziehbar“, sagt Ginzel. „Die Sicherheit ist das A und O.“

 Für die Anwohner wie auch für die kommunale Politik steht eindeutig fest – mit ihnen kein weiterer Ausbau der forensischen Klinik in Aplerbeck. Und einen Wunsch hätten die Anwohner auch noch. Ginzel: „Es wäre schön, wenn sich der Oberbürgermeister einmal ein Bild vor Ort machen würde, in der Allerstraße.“

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