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Apotheke in der StadtGalerie muss schließen

Zu wenig Kunden

Die Regale sind bereits teilweise ausgeräumt, ein Schild an der Schiebetür bringt die Kunden auf den neuesten Stand: Seit Montag ist die Apotheke in der StadtGalerie geschlossen – und das bleibt auch so.

INNENSTADT

von Von Florian Groeger

, 19.06.2012
Apotheke in der StadtGalerie muss schließen

In den vergangenen drei Jahren haben vier Apotheken in Witten geschlossen.

Besitzerin Mechthild Voos äußerte sich am Dienstag auf RN-Anfrage deutlich angefressen: „Die Kundenzuspruch war einfach zu gering, um schwarze Zahlen zu schreiben. Das hat sich bei der Vertragsunterschrift ganz anders angehört.“ Die 52-Jährige, die ihre Hauptapotheke in Hagen betreibt, übt damit direkte Kritik am Vermieter – der Concepta Projektentwicklung. Die versprochenen Kundenströme, so Voos, seien bestenfalls halb so groß, wie anfangs versprochen. „Das können viele andere Mieter bestätigen.“

Tatsächlich ist die Apotheke bereits der neunte Laden, der seit der Eröffnung im September 2009 vorzeitig die Segel streicht. Besonders problematisch: Der Pachtvertrag läuft noch bis 2019. „Wir befinden uns in Gesprächen, mehr kann und darf ich derzeit nicht sagen“, sagte Voos. Sie befürchtet in den kommenden Monaten ein „Apothekensterben“. „Vor zwei Wochen hat die Apotheke am Kornmarkt schließen müssen, in Dortmund und Bochum sieht es auch nicht sonderlich gut aus.“ Fest steht, dass ihre vier Mitarbeiter die Kündigung erhielten.

Angeblich steht Center-Managerin Kerstin Huttanus, die am Dienstag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, bereits mit einem Nachfolger in Verhandlungen. Darüber hinaus stehen derzeit mehrere Ladenlokale im Wittener „Einkaufstempel“ leer.