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Archäologen finden älteste Keramik-Gefäße der Welt

Jiangxi/Tübingen (dpa) Archäologen haben in der chinesischen Provinz Jiangxi die ältesten bekannten Töpferwaren der Welt entdeckt.

Bei Ausgrabungen in einer Höhle seien Fragmente von etwa 20 000 Jahre alten Keramik-Gefäßen entdeckt worden, berichtet ein internationales Forscherteam in der am Freitag erscheinenden Fachzeitschrift «Science». Damit sei nun endgültig sicher, dass die Töpferei nicht - wie lange Zeit angenommen - erst mit Beginn der Landwirtschaft vor etwa 10 000 Jahren aufgekommen sei. An den Ausgrabungen war auch der Tübinger Archäologe Paul Goldberg beteiligt.

Vieles deute darauf hin, dass die Menschen während der Eiszeit nach Wegen gesucht hätten, um die wenigen vorhandenen Lebensmittel besonders effektiv zu lagern und zuzubereiten. Keramik-Gefäße seien dafür ein entscheidender Fortschritt gewesen, denn in ihnen ließen sich Lebensmittel länger lagern als etwa in Körben oder Fellbeuteln. An den gefundenen Keramik-Scherben aus der Xianrendong-Höhle seien außerdem Brandspuren zu erkennen. Das weise darauf hin, dass die Menschen sie zum Kochen benutzt hätten, schreibt das Forscherteam.

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