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Architekt Andreas Hanke über "sein" Viertel

Hochhaussiedlung am Clarenberg

HÖRDE An der Hochhaussiedlung am Clarenberg scheiden sich die Geister. Für die einen ist es ein "Wohngetto", für die anderen ein Vorzeigeprojekt, das beweist, dass auch in einer Wohnturmsiedlung ein geordnetes Miteinander möglich ist.

von Von Jörg Bauerfeld

, 03.08.2010
Architekt Andreas Hanke über "sein" Viertel

Architekt Andreas Hanke vor dem Haus mit der Nummer 13. Die riesigen Hausnummer sind ein weiteres Markenzeichen der Clarenberg-Hochhäuser.

Eines steht jedoch fest: Die Hochhäuser des Clarenberg gehören zum Hörder Stadtbild wie die Hochöfen, die Stiftskirche oder die Hörder Burg. Für Architekt Andreas Hanke sind die Häuser, die von oben aussehen wie große bunte Legosteine, auf jeden Fall eine Herzensangelegenheit. Denn 1995 machte er sich zusammen mit weiteren Architekten, Sozialarbeitern und unter großer Beteiligung der damaligen Mieter an die Mammutaufgabe „Sanierung des Clarenbergs“ heran.

„Zu jener Zeit hatte die Wohnanlage den Charme heruntergekommener Plattenbauten“, sagt Andreas Hanke rückblickend. Die Betonblöcke aus den 70er Jahren hatten jeglichen Kredit in der Bevölkerung verspielt. Fast 15 Prozent Lehrstand in den 1000 Wohneinheiten rüttelten auf, ließen die Politik auf die Suche nach neuen Ideen gehen. Und Andreas Hanke hatte die Ideen.

„Die Häuser sollten so umgestaltet werden, dass die Mieter wieder Spaß daran haben, hier zu wohnen“, fasst Hanke zusammen. Eine Hauptaufgabe war es, die Eingänge neu zu gestalten. Aus den grauen Mauselöchern wurden helle Flure. „Der Weg zur Wohnung sollte eher an ein Hotel als an eine Mietskaserne erinnern“, beschreibt Hanke. Zudem wurde ein Concierge engagiert und Videoüberwachung installiert. Die Fassaden wurden neu gestaltet und mit bunten, leuchtenden Farben das Grau vertrieben.

1998 gingen die Arbeiten los. 2005 war auch das letzte Haus saniert. „Es war eine tolle Aufgabe“, schwärmt Hanke, der sich gern an die Arbeiten zurückerinnert. Arbeiten, die seinen weiteren Weg als Architekt bestimmten. „Es macht einfach Spaß, altes zu erhalten und mit Neuem zu Verbinden“, sagt Hanke über die Hochhaussiedlung am südlichen Rand des Hörder Zentrums. Am Clarenberg, so scheint es, ist es geglückt. 

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