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Armdrücken eskaliert: Gegner halb totgeschlagen

Landgericht Bochum

Es war wohl der verletzte Stolz: In Herne ist vor sech Monaten ein Wettstreit im Armdrücken eskaliert. Jetzt steht der Verlierer wegen versuchten Totschlags vor Gericht. Er hatte seinen Gegner mit einer Bierflasche ins Koma geprügelt.

BOCHUM/HERNE

26.10.2016
Armdrücken eskaliert: Gegner halb totgeschlagen

Der Angeklagte vor Gericht

 Das Opfer - ein 36-Jähriger Schlosser und Hobby-Fußballer - ist fürchterlich zugerichtet worden. Gesicht und Kopf waren von bis zu sechs Zentimeter langen Platzwunden übersät, außerdem war es zu lebensgefährlichen Hirnblutungen gekommen. Ein Bekannter, der damals hinzugekommen war, hatte sogar gedacht, dass für den 36-Jährigen schon alles zu spät ist. 

"Der ist tot, der ist tot", soll er damals gerufen haben. Die angebliche Antwort des Angeklagten lautete so: "Sch... drauf." Beide Männer hatten in den Stunden zuvor ordentlich getrunken. Das spätere Opfer war auf einer Feier seiner Altherren-Mannschaft, der Angeklagte stand mit Freunden zusammen.

Die Kontrolle verloren

Dass er zugeschlagen hat, will er auch gar nicht bestreiten. In einer von seinem Verteidiger zum Prozessauftakt vor dem Bochumer Schwurgericht verlesenen Erklärung heißt es: "ich habe das damals so empfunden, dass er mich mit einem Messer angreifen wollte. Ich habe die Kontrolle verloren. Ich habe ihn mehrfach mit der Flasche ins Gesicht und auf den Kopf geschlagen." Töten wollen habe er den 36-Jährigen aber nicht. Er habe auch nicht gewollt, dass er lebensgefährlich verletzt würde.

Auch Schmerzensgeld wurde bereits angeboten - insgesamt 5000 Euro. Urteil voraussichtlich Mitte November.

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