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Atletico im Finale gegen Marseille

Arsene Wengers letzter Titeltwunsch bleibt unerfüllt

MADRID/SALZBURG Das fünfte internationale Endspiel in neun Jahren: Atlético schaltet den FC Arsenal aus und beendet damit Arsene Wengers europäische Laufbahn bei den Londonern. Im Finale wartet nun Marseille.

Arsene Wengers letzter Titeltwunsch bleibt unerfüllt

Antoine Griezmann (l.) und Atletico Madrid treffen im Europa-League-Finale auf Marseille. Foto: dpa

Atlético Madrid hat die internationale Karriere von Trainer-Legende Arsène Wenger beim FC Arsenal beendet. Der spanische Europa-League-Sieger von 2010 und 2012 gewann nach einer emotionalen Partie am Donnerstag mit 1:0 (1:0) und verhinderte damit in zwei rassigen Halbfinals eine mögliche letzte Krönung des langjährigen Trainers der Gunners, der nach seiner 22. Spielzeit bei den Londonern abtreten wird. Auch den Weltmeistern Mesut Özil und Shkodran Mustafi bleibt damit die Chance auf einen europäischen Titel unmittelbar vor der WM in Russland verwehrt.

Rolando entscheidet das Spiel

Im Endspiel trifft Madrid am 16. Mai auf Olympique Marseille, das sich nach einem 2:0 im Hinspiel mit einem 1:2 (0:2, 0:0) nach Verlängerung bei Red Bull Salzburg durchsetzte und damit in knapp zwei Wochen im knapp 300 Kilometer entfernten Lyon Heimvorteil hat. Amadou Haidara (53.) und ein Eigentor von Bouna Sarr (65.) machten den Salzburgern kurz Hoffnung, doch der 1:2-Anschluss von Rolando (116.) machte für die Franzosen alles klar. Der wütende Haidara leistete sich anschließend eine Unbeherrschtheit mit dem Ellbogen und sah die Gelb-Rote Karte (119.).

Im Duell der beiden Champions-League-Stammgäste erzielte Diego Costa kurz vor dem Pausenpfiff (45. Minute) den wichtigen Führungstreffer für Atlético, das vor 65 000 Zuschauern viel offensiver und mutiger spielte als beim glücklichen 1:1 in der Vorwoche in London. Dort hatte Offensivstar Antoine Griezmann die Madrilenen mit einem späten Tor vor einer Niederlage ohne eigenen Treffer bewahrt.

Gastgeber starten auch ohne Simeone forsch

Auch ohne Trainer Diego Simeone, der nach seinem Ausraster in der Vorwoche auf der Tribüne Platz nehmen musste, starteten die Gastgeber forsch in die Partie und hatten durch Costa die erste Chance, doch der Stürmer verfehlte knapp.

Für Arsenal gab es den ersten Schock nach acht Minuten: Verteidiger Laurent Koscielny blieb im Rasen hängen und musste mit einer Trage vom Feld gebracht werden. Dem Franzosen droht nach dem Vorfall ohne Fremdeinwirkung das WM-Aus. Nach Costas Treffer, den Griezmann mustergültig vorbereitete, spielte weiter hauptsächlich Atlético.

Zitterpartie in Salzburg

Griezmann verpasste vor den Augen von Tennis-Star Rafael Nadal mit einem Freistoß das zweite Tor, von Arsenal kam trotz Rückstand schlicht zu wenig. Granit Xhaka versuchte es aus der Distanz (62.), doch der seit zwölf Heimspielen gegentorlose Jan Oblak war auch diesmal nicht zu überwinden.

Marseille schien sich mit dem Zwei-Tore-Polster zu begnügen und tat in Salzburg zunächst nicht mehr als nötig. Der Leipzig-Bezwinger, der beim 5:2 gegen die Sachsen im Viertelfinale seine Offensivqualität unter Beweis stellte, vertraute diesmal auf seine Kompaktheit. Diese bröckelte nach dem Wechsel gewaltig. Haidaras sehenswerter Solo-Treffer und ein Eigentor ließen die Salzburger hoffen, in der Verlängerung hatten beide Teams ihre Chancen auf das Weiterkommen. Nach einer höchst umstrittenen Ecke sorgte Rolando in der Mitte für die Entscheidung.


Von dpa

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