Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Auto rast in Menschen

Attentat in New York: Was wir wissen - und was nicht

New York. Ein Mann rast mit einem Wagen über einen Fußgänger- und Fahrradweg in New York, acht Menschen sterben.

Attentat in New York: Was wir wissen - und was nicht

Polizisten untersuchen den stark beschädigten Pick-up-Truck, mit dem ein Mann im Südwesten Manhattans auf einen Fußgänger- und Fahrradweg gefahren ist und mehrere Menschen getötet und verletzt hat.

WAS WIR WISSEN

- Die Tat: Am Dienstagnachmittag um kurz nach 15.00 Uhr (Ortszeit) steuerte ein Mann einen gemieteten Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg im Südwesten Manhattans. Auf einer Strecke von mehr als einem Kilometer überfuhr und rammte er mehrere Menschen. Auf Höhe der Chambers Street direkt vor einer High School kollidierte der Truck mit einem Schulbus und kam zum Stehen. Der Mann stieg aus und hielt zwei Waffen in die Luft. Später stellte sich heraus, dass es sich um ein Paintball- sowie ein Luftgewehr handelte, beides relativ ungefährlich. Ein Polizist schoss dem Mann in den Bauch, er wurde festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden stufen die Tat als Terrorakt ein.

- Der Täter: Der Fahrer des Wagens ist nach Angaben der Polizei 29 Jahre alt. Die Behörden teilten mit, er habe allein gehandelt. Medienberichten zufolge stammt er aus der muslimisch geprägten Ex-Sowjetrepublik Usbekistan. Die autoritäre Führung des zentralasiatischen Landes sagte Hilfe bei der Aufklärung zu.

- Die Opfer: Sechs Menschen starben noch am Tatort, zwei erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Fünf der männlichen Opfer stammen aus Argentinien, wie das Außenministerium in Buenos Aires mitteilte. Das Ministerium veröffentlichte ihre Namen. Unter den Toten ist zudem eine Belgierin. Elf weitere Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr in Kliniken behandelt. Darunter ist nach Angaben des Auswärtigen Amts eine Deutsche. Verletzt wurden unter anderem auch eine belgische Familie sowie zwei Lehrer und zwei Schüler, die in dem Schulbus saßen. Sie haben demnach schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.

WAS WIR NICHT WISSEN

- Die Opfer: Details zu vielen Opfern, etwa ihr Alter, gab es noch nicht. Die Nationalitäten der übrigen beiden Toten waren ebenfalls zunächst nicht bekannt.

- Der Täter: Einen Namen und nähere Details gaben die Behörden bislang nicht bekannt. US-Medien berichteten, der 29-Jährige sei 2010 aus Usbekistan ins Land gekommen und habe legal mit einer Green Card in den Vereinigten Staaten gelebt, zuletzt im Bundesstaat New Jersey nahe New York. Sayfullo S. habe zuletzt für den Fahrdienst-Vermittler Uber gearbeitet. Eine Bestätigung von offizieller Seite gab es dazu bislang nicht. Ein Uber-Sprecher sagte der „New York Times“, das Unternehmen sei bei der Überprüfung des Mannes bisher nicht auf sicherheitsrelevante Aspekte gestoßen. Der Sender CNN berichtete, Sayfullo S. sei verheiratet gewesen. Demnach habe er im Trauschein als Beruf „Lkw-Fahrer“ angegeben.

- Das Motiv: Warum genau der mutmaßliche Täter das Attentat beging, ist nicht bekannt. Medienberichten zufolge rief der Mann „Allahu Akbar“, arabisch für „Gott ist groß“, als er aus dem Auto stieg. Das könnte auf einen radikalislamischen Hintergrund deuten. Die Polizei bestätigte zunächst nicht den exakten Ausruf. Sie teilte aber mit, dass der Mann etwas gesagt habe, als er das Auto verlassen habe. Dies habe mit der Art und Weise des Anschlags übereingestimmt und auch dazu geführt, dass er als Terrorakt eingestuft wurde.

Die „New York Times“ und andere US-Medien berichteten, in der Nähe des Wagens hätten Ermittler Notizen auf Arabisch gefunden, die eine Verbindung mit der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nahelegten. Nach CNN-Informationen handelte es sich zum eine Mitteilung auf Englisch, die in dem Fahrzeug gefunden wurde. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür jedoch zunächst nicht. Die Polizei rief Augenzeugen dazu auf, den Behörden Videos und Fotos des Attentats zukommen zu lassen.

New York Tausende Geschäftsleute, Schüler und Touristen halten sich täglich an der Südspitze Manhattans auf. Der Kleinlaster-Angriff eines 29-Jährigen mit acht Toten zielt auf eine der geschäftigsten Gegenden New Yorks - die mit der Angst vor Terrorismus allzu vertraut ist.mehr...

THEMEN

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Ausland

Zusätzliche Klage gegen Ex-Wahlkampfleiter von Donald Trump

Washington. US-Sonderermittler Robert Mueller hat gegen Donald Trumps früheren Wahlkampfleiter und Berater Paul Manafort sowie dessen Geschäftspartner Rick Gates zusätzliche Anklagen vorgelegt.mehr...

Ausland

US-Regierung verhängt weitere Sanktionen gegen Nordkorea

Washington. Donald Trump bekräftigt seinen harten Kurs gegen Nordkorea. Seine Regierung verhängt weitere Sanktionen. Das schürt Sorgen, dass es nach den Olympischen Winterspielen zu neuen Spannungen kommen könnte.mehr...

Ausland

EU verdoppelt Unterstützung für Sahel-Truppe

Brüssel. Kann eine afrikanische Truppe die Terror- und Flüchtlingsprobleme in Europa lösen? Die Europäische Union verspricht sich davon zumindest einen Beitrag. Und erhöht ihre Finanzhilfen. Haben die Afrikaner die Europäer in der Hand?mehr...

Ausland

Selbstmordanschlag auf US-Botschaft in Montenegro

Podgorica. Montenegro steht als jüngstes Nato-Mitglied seit Monaten zwischen seinem historischen Freund Russland und Washington. Hat dieses politische Tauziehen jetzt zum Anschlag auf die US-Botschaft geführt?mehr...

Ausland

Trump hält bewaffnete Lehrer für Mittel gegen Schulmassaker

Washington. Gut eine Stunde lang spricht Donald Trump mit Überlebenden von Schulmassakern. Er steht unter erheblichem Druck, zu handeln. Auf der Suche nach Lösungen legt der Präsident mehrere Vorschläge auf den Tisch - darunter auch eine höchst umstrittene Idee.mehr...

Inland

Attacke im Auftrag des IS? BGH prüft Urteil im Fall Safia S.

Karlsruhe. Das Mädchen Safia S. sympathisierte mit der Terrormiliz IS und stach einen Polizisten nieder. Versuchter Mord, entschied das OLG Celle. Doch war die Schülerin auch der lange Arm des IS? Der BGH prüft. Je nach Urteil könnte sie mit einer milderen Strafe davon kommen.mehr...