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Auch Bitterkeit beim Jubiläum

WIEMELHAUSEN Gleich zwei Jubiläen gab es in den vergangenen zwei Wochen in der Christ-König-Gemeinde zu feiern. Sowohl die Kirchweihe als auch die Gemeindestiftung liegen 75 Jahre zurück.

von von Sebastian Ritscher

, 22.10.2007
Auch Bitterkeit beim Jubiläum

Vielstimmiger Chorgesang begleitete die Jubiläumsfeierlichkeiten in Christ König.

Am Dienstag, 9. Oktober, dem Weihetag des sakralen Baus, begann die Reihe der Feste, bei denen jeder mal zum Zuge kam. Seien es die Senioren oder die Gemeindejugend, jede Gruppierung lud zu einer kleinen Feierstunde. Doch auch gemeinsam wurde der Anlass gebührend zelebriert. Den musikalischen Höhepunkt setzte dabei das Jubiläumskonzert am Sonntag, 14. Oktober. „Da war die Kirche rappelvoll“, strahlte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Jochen Sieberin eine Woche später beim großen Abschluss der Feierlichkeiten.

Keine Fensterreden

Nach einem Festhochamt ging es am vergangenen Sonntag in das Pater Romanus Stift. „Keine Angst, es gibt keine Festreden“, lud Pfarrer Arun J. Mathur nach der Messe zum geselligen Beisammensein. So ganz recht hatte er natürlich nicht, denn ein paar schöne Worte hat so ein doppeltes Jubiläum natürlich verdient, angereichert durch Ständchen vom Kammerchor.

Auch wenn der Anlass zum Feiern lud, ein wenig Bitterkeit schwebte ab und an mit. „Schock, Trauer und Wut saßen tief, aber Christ-König wäre nicht Christ-König, wenn die Menschen sich nicht angeschickt hätten, nach einer Lösung zu suchen“, blickte Sieberin in einer kleinen Ansprache auf die Ankündigung zurück, dass die Kirche geschlossen würde.

Licht im Tunnel

Aber ein Licht würde sich am Ende des Tunnels abzeichnen. Immerhin: Eine Machbarkeitsstudie, die in Auftrag gegeben wurde, besagt, dass die Kirche doch noch geöffnet bleiben und diese sich vielleicht gar über ein Fest zum hundertjährigen Bestehen freuen könnte.

Doch die Gemeinde feierte bei angeregten Gesprächen und leckerem Essen das letzte große Jubiläum. Sie wird in die Großgemeinde St. Peter und Paul eingegliedert werden. Aber in Christ-König wird aus der Not eben eine Tugend gemacht und Beziehungen zu den neuen Gemeindemitgliedern sind bereits geknüpft. Und während am Sonntag noch die eigene Identität gefeiert wurde, hat sich die Gemeinde längst aufgemacht, eine neue zu finden.