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Audi A4 Avant: Für die Lust am Laster

Hamburg (dpa-infocom) - «Schöne Kombis heißen Avant» - mit diesem Slogan wirbt der Autohersteller Audi seit Jahren um die Gunst von Familienvätern, Handlungsreisenden und Lademeistern.

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Schön und praktisch zugleich: Der Audi A4 Avant tendiert zum Schönheitskönig der Mittelklasse. (Bild: Audi)

Eine tadellose Verarbeitung der vornehmen Materialauswahl gehört bei Audi zum guten Ton. (Bild: Audi)

Mit der geschwungenen Dachlinie und der schrägstehenden D-Säule wirkt der lange A4 Avant auch sportlich. (Bild: Audi)

Qual der Wahl: Fünf Motorvarianten hat Audi im Angebot - doch schon der kleinste Motor mit 116 PS macht Spaß. (Bild: Audi)

Der sportliche Anstrich wird durch das Fahrverhalten des Kombis auch fühlbar unterstrichen. (Bild: Audi)

490 bis 1340 Liter kann der Kofferraum schlucken - praktische Details wie Befestigungsschienen kosten aber extra. (Bild: Audi)

Der charmante Verführer

Und jedes Mal, wenn sie ein neues Modell auf den Markt bringen, gilt den Bayern dieser Leitspruch als Ansporn und Messlatte zugleich. So hat auch die jüngste Auflage des A4 Avant durchaus das Zeug zum Schönheitskönig in der Mittelklasse. Wo der VW Passat den Biedermann spielt, BMW den 3er Touring als Sportler positioniert und das T-Modell der Mercedes C-Klasse das elegante Raumwunder anpreist, ist der Audi ein charmanter Verführer. Das Gesicht ist selbstbewusst und charakterstark wie bei der Limousine. Die Flanke mit den kürzeren Überhängen, der längeren Motorhaube, der leicht geschwungenen Dachlinie und der schrägstehenden D-Säule wirkt schlank und gestreckt fast wie bei einem Sportwagen. Das Heck betont mit Breite und Masse die Nehmerqualitäten eines ausgewachsenen Kombis.

Nicht nur schön, sondern auch praktisch

Doch der A4 Avant ist nicht nur schön, sondern auch praktisch: Schließlich haben sich neben den Proportionen auch die Maße geändert. Der Radstand ist gegenüber dem Vorgänger auf 2,81 Meter gewachsen, von Stoßstange zu Stoßstange wurde der Avant um zwölf Zentimeter auf 4,79 Meter gestreckt. Das macht den Kombi gleichermaßen zum König für Kinder und Kisten. Damit reicht die Beinfreiheit im Fond dem Nachwuchs bis weit in die Oberstufe und der Laderaum ist jedem Urlaub gewachsen. Schon bei aufrechter Rückbank bietet der Avant 490 Liter Stauraum. Legt man die Lehne um, passen 1430 Liter hinein. Und wem das nicht reicht, der kann bis zu 90 Kilo aufs Dach packen oder 1,5 Tonnen an den Haken nehmen.

Viele Details für viel Geld

Weil Platz allein nicht glücklich macht, gibt es zudem eine Vielzahl pfiffiger Detaillösungen. Für diese verlangt Audi aber mitunter stattliche Aufpreise. Der doppelte Kofferraumboden, das darunter liegende Geheimfach und die Dachreling sind zwar serienmäßig. Doch für Befestigungsschienen, Skisack, elektrisch öffnende Heckklappe und 230-Volt-Steckdose muss man extra zahlen. Wie bei Audi üblich und bei Preisen ab 30 600 Euro auch zu verlangen, sind die Verarbeitung tadellos und die Materialauswahl vornehm. Aber auch ohne teure Holzeinlagen und Ledersitze sieht der Avant innen sehr vornehm aus. Die Bedienung ist ergonomisch, die Instrumente sind gut abzulesen, und wo immer man den Kombi auch anfasst, fühlt er sich einfach gut an. Damit setzen die Bayern noch immer Maßstäbe.

Ein Heer von Schutzengeln fährt mit

Ganz weit vorn fährt der A4 auch mit seinen Assistenzsystemen. Auch die gibt es freilich nicht zum Nulltarif. Doch für ein paar Tausend Euro ist in dem Kombi ein ganzes Heer von Schutzengeln mit an Bord. Der Tempomat hält den Abstand zum Vordermann, eine Kamera wacht über den Toten Winkel und unterstützt beim Überholen. Ein weiteres Videoauge wacht zudem über die Einhaltung der Ideallinie.

Schon der kleinste Motor macht großen Spaß

Angeboten wird der A4 mit zwei Benzin- und drei Dieselmotoren, die bis hinauf zu 195 kW/265 PS reichen. Doch braucht es für die Lust am Laster keinen Kraftprotz. Schon der Einstiegsbenziner ist mit seinen 118 kW/160 PS allemal stark genug. Wenn man das Heck nicht bis unters Dach beladen hat, beschleunigt der von einer knackigen Sechsgang-Schaltung gut geregelte Vierzylinder mit maximal 250 Newtonmetern in 8,9 Sekunden auf Tempo 100. Der Avant erreicht dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 218 km/h. Nach Werksangaben verbraucht der Motor 7,2 Liter und ist auch im Alltag mit nicht viel mehr zufrieden. Der CO2-Ausstoß liegt bei 172 Gramm pro Kilometer.

Das Fahrverhalten ist straff und sportlich

Zum sportlichen Anspruch passt auch das Fahrverhalten des Kombis. Wie die Limousine steht der A4 Avant sehr stabil auf der Straße und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen. Die Dynamik-Lenkung ist präzise, die Bremsen sind fein dosierbar und die Dämpfung bügelt viele Unebenheiten glatt. Gegen Aufpreis kann man zudem den Charakter des Motors, die Unterstützung der Servolenkung und die Härte des Fahrwerks auf Knopfdruck ändern.

Fazit: Der Avant ist die bessere Limousine

Natürlich ist der A4 Avant eine Klasse teurer als die vergleichbaren Modelle von Ford und Opel oder sein bürgerlicher Vetter von VW. Doch mit den Konkurrenten aus München und Stuttgart liegt er ungefähr gleichauf und kann vielleicht sogar ein paar Stammkunden von Mercedes oder BMW gewinnen. Der eigentliche Verlierer kommt allerdings aus den eigenen Reihen: Den Audi A6 Avant braucht bei so viel Komfort und Kofferraum fast keiner mehr. Und auch die A4 Limousine verliert bei nicht einmal 2000 Euro Preisvorteil viel von ihrem Glanz.

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