Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Audi kündigt weitere Diesel-Rückrufe an

Ingolstadt. Audi-Vorstandschef Rupert Stadler erwartet noch weitere Rückrufaktionen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) für Autos mit Audi-Dieselmotoren.

Audi kündigt weitere Diesel-Rückrufe an

Audi verkauft nach eigenen Angaben 50 bis 55 Prozent seiner Autos als Diesel. Foto: Julian Stratenschulte

„Es wird zu weiteren Rückrufen kommen“, sagte Stadler in Ingolstadt. Für annähernd 200 000 Fahrzeuge stünden noch Prüfungen oder Bescheide aus.

Audi hatte im Juli 2017 die interne Überprüfung von 850 000 Autos mit Sechs- und Achtzylindermotoren wegen möglicher Abgasmanipulation angekündigt und Nachrüstungen angeboten.

Inzwischen seien mehr als 90 Prozent davon überprüft, die Ergebnisse dem KBA gemeldet: Die Hälfte der Motoren sei völlig in Ordnung, bei einem Viertel sei der KBA-Bescheid noch offen, für 156 000 habe das KBA Rückrufe wegen illegaler Abschalteinrichtungen angeordnet, sagte Stadler.

Für angeordnete Rückrufe liege Audi aber noch keine Freigabe vom KBA vor. „Beim Kunden ist noch nicht viel angekommen“, sagte Einkaufsvorstand Bernd Martens. Ein Software-Update koste Audi 80 Euro, den Kunden eine halbe Stunde in der Werkstatt.

Die neue Software senke den Stickoxid-Ausstoß um 30 Prozent, sagte Stadler. Eine Hardware-Nachrüstung mit Harnstoff-Tank und SCR-Katalysator dagegen würde Milliarden kosten und mit Entwicklung, Erprobung und Zulassung für alle Modelle zwei Jahre dauern.

Ob die 2016 verbuchte Rückstellung von 1,86 Milliarden Euro reicht, sei noch offen. Die Dieselkrise werde Audi noch länger beschäftigen, sagte Stadler und entschuldigte sich erneut bei Kunden, Händlern und Audi-Mitarbeitern. „Wir haben Fehler gemacht, aber auch viel daraus gelernt. Das gilt auch für mich.“

Audi verkaufe 50 bis 55 Prozent seiner Autos als Diesel. In den vergangenen zehn Wochen hätten die Auftragseingänge eher wieder angezogen, sagte Stadler.

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

Großes Interesse an neuer Fünf-Euro-Sondermünze

Frankfurt/Berlin. Die Ausgabe einer weiteren Fünf-Euro-Sondermünze hat Münzsammler in Scharen gelockt. Unter anderem vor der Filiale der Deutschen Bundesbank in Berlin bildete sich eine lange Schlange von Interessenten.mehr...

Wirtschaft

SunExpress Deutschland verhindert Betriebsratswahl

Frankfurt/Main. Bei der Lufthansa-Beteiligung SunExpress wollten Gewerkschaften eine Personalvertretung etablieren. Doch der Ferienflieger wehrte sich vor Gericht - vorerst erfolgreich. Der Streit dürfte aber noch nicht beendet sein.mehr...

Wirtschaft

Merck verkauft rezeptfreie Arzneien an Procter & Gamble

Darmstadt. Nasensprays, Nahrungsergänzungsmittel, Schmerzmedikamente: Mit solchen Arzneien verdient der Pharmakonzern Merck gutes Geld. Trotzdem verkauft er nun das Geschäft an den Konsumgüterriesen Procter & Gamble.mehr...

Wirtschaft

Anleger halten sich nach Erholung weiter bedeckt

Frankfurt/Main. Die Anleger am deutschen Aktienmarkt geben sich nach einer zwischenzeitlichen Erholung vorsichtig. Der Leitindex Dax trat bei 12.587,25 Punkten nahezu auf der Stelle.mehr...