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Aue dank Bertram-Dreierpack gegen KSC weiter Zweitligist

Aue. Aue hat es geschafft. Die Mannschaft, die durch ein nicht anerkanntes Tor in die Relegation musste, bleibt in der 2. Liga. Der FCE feiert einen 3:1-Sieg gegen den KSC. Alle drei Tore schießt ein Mann. Zuletzt hatte dieser am neunten Spieltag getroffen.

Der Trainer weinte vor Glück und Erleichterung, der Matchwinner sicherte sich unverzüglich den Ball: Der FC Erzgebirge Aue bleibt vor allem dank des famosen Dreierpacks von Sören Bertram in der 2. Fußball-Bundesliga.

Die Mannschaft von Coach Hannes Drews setzte sich vor heimischer Kulisse in einem packenden Rückspiel der Relegation gegen den Drittliga-Dritten Karlsruher SC mit 3:1 (1:1) durch. „Die Leute im Erzgebirge haben verdient, wieder Zweitliga-Fußball zu sehen und ich freue mich, mit meinen Toren dazu beigetragen zu haben“, sagte Bertram, der alle FCE-Treffer erzielte.

Nach dem 0:0 im Hinspiel muss der vor der Saison als unumstrittener Aufstiegsfavorit gehandelte KSC ein weiteres Jahr in der dritten Liga ran, der zwischenzeitige Ausgleich durch Fabian Schleusener (44.) reichte nicht. Damit scheiterte im zehnten Versuch seit der Wiedereinführung der Relegation erst zum dritten Mal der jeweilige Drittligist. „Wir haben die Tore zu einfach bekommen. Wenn man drei solche Tore bekommt, reicht es einfach nicht“, monierte Sportdirektor Oliver Kreutzer im ZDF.

Aue hingegen schaffte das Happy End nach turbulenten Wochen mit dem nicht anerkannten Treffer im Duell im Platz 16 am letzten Spieltag gegen den SV Darmstadt 98. „Die letzten vier, fünf Wochen waren ein enormer Druck für uns“, sagte Bertram. Der 26-Jährige hatte zuletzt am neunten Spieltag getroffen, erlitt später einen Sehnenriss und feierte erst am 31. Spieltag sein Comeback.

Bei seiner Auswechslung vor 16.000 Zuschauern im ausverkauften Erzgebirgsstadion zwölf Minuten vor dem Ende erhoben sich die Auer Fans, den Spielball gab er nach eigenen Angaben zur Sicherheit seinem Bruder. „Sören hat sich für die guten Leistungen in den vergangen Wochen belohnt“, sagte Trainer Drews.

Nichts war mehr von dem verhaltenen Auftritt vom torlosen Hinspiel zu sehen - und das vor allem dank der Gastgeber. Es passte ins Stimmungsbild im neuen kleinen schmucken Stadion, dass das berühmte Steigerlied noch lief, als der Ball bereits rollte. Aue spielte und kämpfte mit Herz und großem Einsatzwillen, die ganze Region fieberte mit. Drews wollte die Entscheidung in der regulären Spielzeit, und seine Mannschaft legte vor. Der KSC von Coach Alois Schwartz hatte an klaren Chancen zunächst wenig entgegenzusetzen.

In der 9. Minute versuchte es Bertram zum ersten Mal, ein Freistoß aus 16 Metern strich am Tor vorbei. In der 24. Minute wurde Bertrams Versuch aus kurzer Distanz in letzter Sekunde von Karlsruhes Kapitän David Pisot geblockt. Eine Minute später rannte Bertram jubelnd über den Platz: Mit einem Flugkopfball hatte er den FC Erzgebirge in Führung geschossen. In der 41. Minute fehlte die Präzision bei Bertram. Das sollte sich rächen.

Kurz vor der Pause schlug der ehemalige Bundesligist aus Baden zu. Nach einer Ecke drückte Fabian Schleusener den Ball mit einem Bilderbuchkopfball per Aufsetzer ins Tor der Gastgeber. Nun war der KSC in der Gesamtabrechnung vorn. Das Auswärtstor zählte. Aber nicht lang. Und wieder war es Bertram. Aus 14 Metern zog er ab und traf zum 2:1 und sorgte dann auch noch für die endgültige Entscheidung.

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