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Aue verpasst VfL das erste Veilchen

0:1-Niederlage

Der Absteiger verliert beim Aufsteiger: Die "Veilchen" aus dem Erzgebirge verpassten dem VfL Bochum mit ihrem 1:0-Erfolg am Freitagabend das erste blaue Auge in der jungen Zweitliga-Saison.

AUE

von Von Christian Aubel

, 27.08.2010
Aue verpasst VfL das erste Veilchen

Bochums Chong Tese im Zweikampf mit Aue Adli Lachheb.

Aue, das in der vergangenen Saison in der 3. Liga in 16 Heimspielen unbesiegt blieb, hielt sich jetzt auch gegen den vermeintlichen Favoriten von der Ruhr schadlos. VfL-Trainer Friedhelm Funkel vertraute bei heftigem Regen im idyllisch gelegenen Erzgebirgsstadion der selben Anfangsformation, die auch schon beim Saisonauftakt am Montagabend auf dem Platz stand. Beim Gastgeber stand der Ex-Bochumer Oliver Schröder in der Start-Elf, außerdem Tobias Kempe, Sohn der VfL-Legende Thomas Kempe. Die kampfbetonte Anfangsphase machte deutlich, warum Bochums Trainer vor dem robusten Auer Spiel gewarnt hatte. Und Funkel hatte auch vor den Standards gewarnt. Vergeblich offenbar: nach 14 Minuten segelte eine Ecke von Curri in den Bochumer Strafraum und Schlitte markierte prompt mit einem Kopfball die Führung für die "Veilchen". Bochums Abwehr sah dabei alles andere als souverän aus.

Im weiteren Verlauf erarbeiteten sich die Gäste die größeren Spielanteile und auch die klareren Chancen. Aues Torhüter Männel stand mehrfach im Blickpunkt, hatte aber das Glück den Tüchtigen und häufig auch eine vielbeinige Abwehr vor sich, in der die Bochumer Torschüsse hängen blieben. Chong Tese, Mahir Saglik, Milos Maric oder Björn Kopplin hatten genug Möglichkeiten, um den Rückstand ausgleichen zu können. Die beste Chance bot sich Saglik in der 43. Minute, als er Aues Schlussmann aus kurzer Distanz anschoss. Ein Verhältniss von 9:1 Ecken bis zur Pause deutete an, dass der VfL deutlich mehr vom Spiel hatte. Allerdings fehlte den VfL-Kickern vor dem Tor der Gastgeber die Zielstrebigkeit, zu oft wurde der komplizierte anstelle des einfachen Weges gesucht.

In Durchgang zwei verflachten die Aktionen, die Gäste spielten längst nicht mehr so druckvoll wie noch in der ersten Hälfte. Dem VfL lief die Zeit davon, Friedhelm Funkel brachte Zlatko Dedic für Milos Maric. Doch Aues Schlussmann Martin Männel hatte im Vergleich zur ersten Hälfte kaum etwas zu tun. Seinem Ruf als Aufstiegskandidat wurde der VfL in Halbzeit zwei zu keiner Phase gerecht.