Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Auf Holperstrecke bleibt Tempo 10 bis mindestens 2015

Obermarkstraße

Die Tempo-10-Schilder an der Buckelpiste Obermarkstraße werden den Verkehrsteilnehmern wohl noch eine längere Zeit entgegenleuchten. Das gab Bernd Herrmann (Tiefbauamt) in der Sitzung der Bezirksvertretung Aplerbeck bekannt. Wir erklären, warum die Straße nicht saniert wird.

APLERBECK

von Von Jörg Bauerfeld

, 14.11.2013
Auf Holperstrecke bleibt Tempo 10 bis mindestens 2015

Die Obermarkstraße. Hier gilt Tempo 10.

Offiziell erst ab 2017 sollen die Ausbauarbeiten an der rund 1,3 Kilometer langen „Holperstrecke“ beginnen. Wenn alle Probleme, die sich in der momentanen Planungsphase darstellen, schneller gelöst werden, „könnten die Arbeiten vielleicht etwas vorgezogen werden“, so Hermann. „Vor 2015 wird aber nichts passieren“.

Und Probleme gibt es an der Straße in der Berghofer Mark zu Genüge. Da sind zum einen städtische Grundstücke, die von einigen Anwohnern angekauft werden sollen. Das liegt an der teilweise immensen Breite der jetzigen Straße und der dazugehörigen Randbereiche. Um eine optisch passable Straße hinzubekommen, Breite 6,10 Meter, müssen die Randbereiche angeglichen werden. Hier steht die Verwaltung zurzeit in Verhandlungen mit den Anwohnern.

Ein Knackpunkt dürften auch die Kosten für den Ausbau werden. Im ungünstigsten Fall (Erstausbau) werden nämlich 90 Prozent der Kosten auf die Anwohner umgelegt. Laut Stadt ist die Obermarkstraße nämlich eine reine Erschließungsstraße – und da wird es teuer für die Anlieger. Daher bemühen sich auch die Planer, die Kosten so niedrig wie möglich zu halten. Zweckmäßig soll es werden. Keine Pflasterflächen, sondern eine asphaltierte Fahrbahn und einfach Randeinfassungen. Dazu kommen noch einige Baumscheiben. Die Obermarkstraße, auf der nach dem Ausbau wieder 30 km/h erlaubt sein sollen, soll nach dem derzeitigen Stand der Planungen keinen Bürgersteig erhalten – eine Kostenfrage, wie es Bernd Herrmann hinzufügte.Eine Tatsache, die bei den Mitgliedern der CDU und SPD in der Bezirksvertretung Aplerbeck auf wenig Gegenliebe stieß. Man solle nicht nur aus Kostengründen an der Sicherheit sparen, hieß es von den Fraktionssprechern unisono.

Schließlich sei die Obermarkstraße auch ein Schulweg. Dass die Anlieger am Ende eine kleinere Rechnung bekommen würden, dürfe nicht auf Kosten der Sicherheit gehen. Eine weitere Baumaßnahme an der Obermarkstraße ist ein neuer Kanal – auch dieses Planung und Durchführung sorgt für einen gewissen zeitlichen Aufwand, der den gewünschten Ausbau in die Länge zieht. Es war eine erste Vorstellung der Pläne in der BV-Sitzung. Folgen werden noch viele Diskussionen und politische Beschlüsse, bis die Obermarkstraße wieder den Namen Straße zurecht trägt.